Luisenhöfe – Klimanotstand – Demo 14.11.2019

Das Projekt Luisenhöfe ist das erste Großprojekt, bei dem die Stadt Aachen Farbe bekennen muss, wie sie mit dem erklärten Klimanotstand umgehen will. Unsere Forderungen zu dem Projekt decken sich in beinah allen Bereichen mit den Zielen einer sozialen, ökologischen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Diese Chance sollte nicht verpasst werden.

Am 14.11.2019 wird das Projekt Luisenhöfe im Planungsausschuss behandelt. Deshalb möchten wir zu einer Demo vor Beginn der Sitzung aufrufen. Diese findet am kommenden Donnerstag ab

16:30 vor dem Verwaltungsgebäude am Marschiertor

statt.

Wir würden uns über eine zahlreiche und bunte Unterstützung freuen.

Um noch einmal deutlich zu machen, wie groß die Übereinstimmung der unserer Forderungen zu dem Projekt in Bezug auf eine nachhaltige Stadtentwicklung ist, hier eine Auflistung der verschiedenen Themen:

Natur- und direkter Klimaschutz

  • Es werden im einem innerstädtischen Bereich 34 Bäume gefällt, welche der Baumschutzsatzung unterliegen. Diese können zum größten Teil noch nicht einmal auf dem Gelände selbst ausgeglichen werden – geschweige denn, dass sie mit Bäumen ersetzt werden, welche die gleiche ‚CO2 Leistung‘ besitzen.
  • Die Blockinnenfläche ist im Klimafolgen-Anpassungskonzept, welches als Gutachten Grundlage für die Erstellung des neuen Flächennutzungsplan (FNP*2030) ist, als klimarelevante Fläche (Seite 5) ausgewiesen worden. Diese Flächen sind laut Gutachten nicht zu überbauen.
  • Im gültigen FNP ist die Fläche als Grünfläche ausgewiesen – im Entwurf des FNP*2030 ist diese Grünfläche verschwunden.
  • Mit Boxpark ist analog zum Schwedenpark eine verwilderte innerstädtische Fläche vorhanden, welche der Nukleus für die große Artenvielfalt hier im Block ist.
  • Die Verwaltung der Stadt Aachen hat bereits mehrmals vorgeschlagen, den Boxpark an den Investor zu verkaufen. Hierzu soll es Auflagen geben, aber es liegt sicher nicht im Interesse des Investors eine verwilderte Fläche brach liegen zu lassen.
  • Der Boxpark ist im Sommer ein ganz beachtlicher Kaltluftspender.
  • Wie sich die neue Bebauung auf die Kaltluftströme in die Innenstadt auswirkt, ist bisher überhaupt nicht untersucht worden.
  • Wie sich der neue Versiegelungsgrad im Zuge von Starkregenereignissen verhält, ist völlig offen. Einige wissen vielleicht, dass beim letzten Starkregenereignis der Netto am Boxgraben vollgelaufen ist und 3 Monate saniert werden musste.

Mobilität und CO2 Äquivalent

  • Das Projekt hat die herausragende Chance als wirklich autofreies Projekt entwickelt zu werden.
  • Zwei Bahnhöfe in direkter Nähe, mehrere Buslinien sowie Innenstadt, Uni und FH in Fuß- und Radabstand.
  • Dennoch soll das Parkhaus des Luisenhospitals erweitert und eine Tiefgarage für ca. 150 Autos gebaut werden.
  • Autos stehen 23 von 24 Std. am Tag rum – hierfür soll ein riesig großer Betonsarg in der Erde versenkt werden.
  • Bei der Herstellung von Zement fallen ca. 7% der weltweiten CO2 Emissionen an.
  • Mit dem Verzicht des Baus einer Tiefgarage sowie der Erweiterung des Parkhauses und damit verbunden einem autofreien Quartier können etwa 475 t CO2 Emissionen vermieden werden (die genauen Betonmassen der Tiefgarage sind noch nicht zu ermitteln, deshalb ist dies nur eine grobe Schätzung).
  • Mit einer nachhaltigen Bauweise kann sicher noch viel mehr CO2 eingespart werden.
  • Das hochpreisige Wohnen muss zurückgedrängt werden. Dies führt letztendlich auch zu weiteren CO2 Emissionen.
  • Für das Kaldegelände sollten alle Optionen offengehalten werden. Wohnen und Arbeiten soll miteinander verbunden werden.
  • Damit ist eine Stadt der kurzen Wege möglich.
Diese Auflistung ist sicher noch nicht abschließend. Deshalb würden wir uns über eine zahlreiche und bunte Unterstützung am kommenden Donnerstag freuen.

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