Umbau Bunker

Die Aufstockung und der Umbau des Bunkers soll am 02.06.2022 im Planungsausschuss behandelt werden. Im Vorfeld hat zu diesem Projekt ein eingeladener Wettbewerb mit fünf Teilnehmern stattgefunden. Die BI war nur mit einem Vertreter ohne Stimmrecht in der Jury beratend vertreten. Grundsätzlich begrüßt die BI selbstverständlich die Ambitionen der Investoren an dieser Stelle hochwertige Architektur entstehen zu lassen, aber fragt sich gleichzeitig, warum hier Büroflächen des höheren Segments entstehen müssen.

Büroflächen – wofür in der heutigen Zeit?

Zusätzliche Büroflächen werden nicht mehr gebraucht. Im Zuge der Pandemie und dem damit zusammenhängenden Homeoffice stehen viele Büroflächen leer. Unternehmen struktrieren sich um, um Flächen ab zu stoßen. Es werden reihenweise shared office Konzepte entwickelt. Leerstehende Bürogebäude sollen zu Wohnungen umgebaut werden. Warum also neue Büroflächen bauen, wenn diese in großen Mengen vorhanden sind. Dies hat nichts mit eine nachhaltigen Planung und einem sorgfältigen Umgang mit Ressourcen auch im Sinne von bestehenden Bürogebäuden zu tun. Anscheinend handelt es ich ein Renommee Projekt für die eng mit der Landmarken AG verbundene Stadtmarken GmbH. Suffizienz ist hier der Ansatz – die Frage danach ist eine solche Nutzung an dieser Stelle überhaupt erforderlich. Können wir solche Projekte unserer Umwelt überhaupt noch zumuten?

Einhaltung der Traufhöhen

Von Politik und Verwaltung ist zugesagt worden, dass die angrenzenden Traufhöhen (Regenrinnen) eingehalten werden sollen. Dies wird mit den vorliegenden Entwürfen und auch dem Siegerentwurf nicht nur nicht eingehalten, sondern deutlich überschritten. Der Kommentar unseres Mitglieds der BI und beratenden Teilnehmers an der Jurysitzung zu den Traufhöhen ist im Juryprotokoll nicht zu finden. Wir fragen uns nun schon, wie bei dem Rest der Projektentwicklung verfahren wird.

Behandlung des Projekts im Rahmen des B-Plans

Zudem stellt sich die Frage, warum hier nun ein Projekt vorgezogen werden soll, wenn die Rahmenbedingungen für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan noch gar nicht bekannt oder gar festgelegt sind. Die Umgestaltung des Bunkers soll Einfluss auf die Entwicklung des gesamten Quartiers nehmen. Damit erscheint es uns mehr als logisch, dass diese ‚Einzelmaßnahme‘ im Gesamtkontext der Quartiersentwicklung betrachtet und entwickelt wird.

Quartiersnutzungen

In den unteren Etagen des Bunkers sollen Quartiersnutzungen untergebracht werden. Zunächst einmal erfreulich. Mit den Anwohner:innen und auch nicht mit uns als BI sind diese Ideen vorab nicht besprochen worden. Die Investoren behaupten, dass die gesamte Entwicklung des Quartiers im Einklang mit der Anwohnerschaft (siehe website der Investoren) erfolgt. Hiervon möchten wir uns ausdrücklich distanzieren. Auch sonst wird auf der website der Investoren viel von einem Miteinander berichtet. Um in einen Dialog zu kommen, muss man miteinander reden. Alle Gespräche mit den Investoren sind bisher nur auf unsere ausdrückliche Nachfrage entstanden. Wie eine Quartiersnutzung des Bunkers mit Leben gefüllt werden soll – hier gibt es bisher nur Fragezeichen.

Fahrradparkhaus

Die unteren Etagen des Bunkers sollen als Fahrradparkhaus genutzt werden. Tolle Idee, aber auch diese Idee stammt nicht von den Investoren, sondern ist von der BI über die Politik beigesteuert worden. Auch dies werden die Investoren mit ihrem Wahlspruch – Wohnen und Arbeiten für ‚Grünstadtmenschen‘ (siehe Projektwebsite) – sicher zu vermarkten wissen.

Energie- und Kulturbunker

In Hamburg wird gerade eine ganz andere und zukunftsträchtigere Nachnutzung für einen Bunker initiiert. Dort hat sich die Initiative KEBAP (KulturEnergieBunkerAltonaProjekt e.V.) gegründet. Hier wird ein ehemaliger Hochbunker, wie der in der Südstrasse, aus Viertel heraus, zu einem Energie- und Kulturprojekt entwickelt. Die energetischen Konzepte sind sehr interessent und gerade ist das Konzept zur Wärmeversorgung des Quartiers abgeschlossen worden. Nun geht es in die Umsetzung. Ob ein Energiekonzept wie KEBAP zum Einsatz käme, der Bunker Südstrasse als großer Pufferspeicher für Fernwärme oder als großer Eisspeicher für saisonale Energiespeicherung genutzt werden würde – der Bunker könnte eine große Rolle bei der kommunalen Wärmewärmewende spielen.

Prüfung der Klimarelevanz

Interessant sind auch die Angaben in der Vorlage der Verwaltung zur Klimarelevanz des Projektes. Hier werden alle Fragen mit – nicht eindeutig – beantwortet. Ebenso gibt keine Aussagen zu den CO2 Emissionen, die durch das Projekt emittiert werden. Auf kommunaler Ebene wird sehr viel über das Zurückfahren von CO2 Emissionen und die Klimafolgenanpassung gesprochen. Deshalb kann es nicht sein, dass solche Projekte vor einer weiteren Planung und Umsetzung nicht bilanziert werden. Wir können nicht weiter im Blindflug unterwegs sein. Erst genehmigen und dann hoffen, dass durch den Investor noch ein paar klimaschonende Maßnahmen umgesetzt werden, funktioniert nicht mehr.

Durch die Auslobung des Wettbewerbs wurde ein auch unter ökologischen Aspekten hochwertiger Entwurf erreicht, und es konnten Anforderungen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung eingebracht werden, wie beispielsweise Gründächer, Photovoltaik oder Fassadenbegrünung. Gebäude- und  planungsbezogene Beiträge zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung können umfassend im vorhabenbezogenen Bebauungsplan und im städtebaulichen Vertrag festgesetzt bzw. vereinbart werden.

https://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp

Klimaneutralität und Ressourcenschonung

Warum ist hier von können die Rede. Die benannten Maßnahmen sind eigentlich ein Mindestmaß für einen Neubau. Von einer nachhaltigen Bauweise ist in keinster Weise die Rede. Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung müssen im Bebauungsplan und im städtebaulichen Vertrag festgelegt werden. Das Prinzip Selbstverpflichtung für die Investoren wird nicht mehr funktionieren.

Die Stadt Aachen hat am 19 Juni 2019 den Klimanotstand erklärt, am 21 Oktober 2021 die circular cities declaration unterschrieben, ist Mitglied im C2C Regionen Netzwerk geworden, hat am 30 März 2022 den Klimaentscheid angenommen… und diese Aufzählung ist noch nicht abschließend. Der Klimaentscheid fordert einen konkreten Plan zur Klimawende – den Klimastadtplan. Hier müssen alle laufenden Verfahren einbezogen werden. Anders ist das Ziel der Stadt Aachen bis 2030 klimaneutral zu sein, sicher nicht mehr zu schaffen.

Update zum Boxpark | Boxgrün

Am letzten Samstag ist der Boxpark nochmals in der AN / AZ thematisiert worden. Boxpark soll zum Vorzeigeprojekt für „urbane Wildnis“ werden, so titelt die AZ / AN. Dies ist genau in unserem Sinne. Die urbane Wildnis hat sich auch schon in anderen Städten etabliert. Warum also nicht auch in Aachen. Zunächst ist, wie die AZ / AN berichtet, die Vorlage der Verwaltung nun im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss, vertagt worden.

Abstimmung mit den Investoren

Von der Stadt haben wir die Rückmeldung erhalten, dass es zu einer Einigung zwischen OeViAc e.V. und den Investoren kommen soll. Wir sehen hier aber die Stadt in der Pflicht die entsprechenden bindenden Vorgaben im Pachtvertrag zu verankern. Hierfür wird es auch etwas Zeit brauchen, da mittels gutachterlicher Beratung genau solche Randbedingungen definiert werden müssen. Viele Informationen bietet hier bereits Netzwerk BioFrankfurt. Mit den Unterstützern unserer Stellungnahme werden wir gemeinsam eine Strategie hierfür entwickeln.

Unterstützung aus der Anwohnerschaft

Zusammen mit Recht auf Stadt Aachen wollen wir nochmals zum Boxpark > Boxgrün sowie selbstverständlich zu der wahrscheinlich im Sommer anstehenden Bürgerbeteiligung für das gesamte Projekt in der Nachbarschaft informieren und für weitere Unterstützung werben. Zum Sommer wird sich nicht nur die Zukunft des Boxgrüns entscheiden, sondern es werden die Weichen für die Entwicklung des gesamten Quartiers gestellt.

Wir werden Euch / Sie auf dem Laufenden halten!

Boxpark soll verpachtet werden

Am heutigen Dienstag den 05.04.2022 sollte im Liegenschaftsausschuss darüber entschieden werden, ob der Boxpark an die Investoren verpachtet werden soll. Als BI fragen wir uns natürlich, warum haben wir dafür gekämpft, dass der Boxpark nicht bebaut wird und so verwildert bleiben soll, wenn er jetzt an die Investoren verpachtet wird. Irgendwie beschleicht uns hier das Gefühl, dass hier der Bock zum Gärtner gemacht werden soll. Dabei sollen doch in den Luisenhöfen in Zukunft Grünstadtmenschen wohnen und arbeiten (website der Investoren).

Nun wird dieser Tagesordnungspunkt vertagt, um Möglichkeiten zu eröffnen eine nachhaltige Gestaltung des Boxparks in die Wege zu leiten. Die Programmierung des Boxparks soll hierbei Themen wie ein Rückzugsort für die Insekten- und Tierwelt, den Schwammstadtgedanken, Kaltluftspender bei Hitzeereignissen und mehr berücksichtigen. Auch die Aachener Nachrichten berichten in ihrer heutigen Ausgabe hierüber. Alle vorgenannten Themen werden für die Stadt immer wichtiger im Rahmen der Klimafolgenanpassung bzw. Klimaresilienz. Und dies darf sich nicht auf den Boxpark beschränken, sondern muss das Gebiet der ganzen Luisenhöfe und die gesamte Stadt umfassen.

Erwerb des Boxparks

Als Verein Ökologische Vielfalt Aachen (OeViAc e.V.) hatten wir im Januar eine Anfrage zum Erwerb des Boxparks an die Stadt gestellt. Dies ist von der Stadt in einem Antwortschreiben vom 09.02.2022 abgelehnt worden. Ich den Pachtvertrag solle aber aufgenommen werden, dass wir den Boxpark von den Investoren mieten könnten. Es gab aber so gut wie keine Angaben dazu, welche Bedingungen die Investoren zum Erhalt des Boxparks erfüllen müssen. Nun sollte am heutigen Dienstag im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung darüber entschieden werden, ob der Boxpark an die Luisenhöfe GmbH verpachtet wird. Zum wiederholten Mal soll über Belange zu den Luisenhöfen im nichtöffentlichem Teil eines Ausschusses entschieden werden, welche von hohem öffentlichen Interesse sind. Deshalb haben wir im Vorfeld folgende Stellungnahme verfasst, welche an die Verwaltung und alle demokratischen Parteien im Rat versendet haben.

Folgende Vereine und Initiativen unterstützen die Stellungnahme

Stellungnahme OeViAc e.V.

Uns beunruhigt die Absicht der Stadt Aachen, die im städtischen Besitz befindliche unbebaute Fläche – den ‚Boxpark‘ – an die Investoren zu verpachten, außerordentlich. Unser Verein zielt auf die Erhaltung der Biodiversität und Erhaltung der Lebensräume von Flora und Fauna ab. Diese Ziele sehen wir für den Boxpark bei der geplanten Vorgehensweise mehr als gefährdet.

Wir sind froh, dass sich auf dem ehemaligen Kaldegelände seit den ersten Planungen durch Einwände der Politik, der Bürger*innen und Anwohnerschaft sehr vieles zum Besseren entwickelt hat. Dies erscheint uns in Zeiten des Klimawandels und der Erfordernis zur Klimaanpassung – insbesondere in der Innenstadt – aber als bei weitem nicht genug. Wir können nicht darauf vertrauen, dass die Investoren (Aixact und Landmarken AG namentlich Luisenhöfe GmbH) das Potential des Boxparks erhalten, noch dieses sogar stärken werden. Wir gehen davon aus, dass die Investoren mit der an sie zu übertragenden Verkehrssicherungspflicht der urbanen Wildnis ein Ende setzen. Zudem ist zu befürchten, dass eine urbane Wildnis für die angrenzende Bebauung aus Sicht der Investoren (als Ausblick der zukünftigen Eigentümer und Mieter) sicher nicht tragbar ist. Es wird Vögeln, Kleintieren und Insekten nicht mehr möglich sein, dort ihren Lebensraum zu finden. Wir gehen vielmehr davon aus, dass die Luisenhöfe GmbH die Gestaltung des Boxparks so ausformen wird, dass die Interessen der Projektentwicklung absolut vorrangig behandelt werden. Zudem steht zu befürchten, dass private Freiflächen in dem dann von den Investoren gepachtetem Boxpark realisiert werden.

Man könnte auch bildlich sagen, dass hier der Bock zum Gärtner gemacht wird.

Zudem ist im Gesamtverfahren bislang nicht erkennbar, dass Entscheidungen auf der Basis
jüngerer, wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung gefällt werden und entsprechend gutachterlich begleitet werden. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass mit den anstehenden Planungsentscheidungen wesentliche Gestaltungsmöglichkeiten zum Erhalt der Lebensqualität im Quartier vollständig und grundlos aus der Hand gegeben werden. Bis auf den Erhalt eines Baumes mit Symbolcharakter (Kastanie – Kastanienhof) erscheint die bisherige planerische Begleitung des Bauvorhabens hinsichtlich aller ökologischer Belange äußerst zurückhaltend. Es ist nicht zu verstehen, dass das städtische „Entgegenkommen“ durch die
Entwertung eines wichtigen Miniaturhabitats völlig anforderungsfrei die umfangreiche Versiegelung des Quartiers erst ermöglicht.

Die blaugrüne Infrastruktur wird für die Städte im Klimawandel immer wichtiger. Aachen muss in der Lage sein, sich mittels solcher Grünstrukturen in der Stadt an die Klimafolgen anzupassen und darf nicht dieselben Fehler der Vergangenheit, wie beim Verkauf von Wohnungsbauflächen, begehen. Unsere Stadt muss klimaresilient werden und benötigt genau diese Flächen.

Wir können uns vorstellen, dass auf dem Areal des Boxparks zukünftig ein halbwegs geschützter Raum entsteht, der nicht in erster Linie und prioritär den Anwohnerinnen der Anlage zur Verfügung steht – eine Art Hortus conclusus | Außenanlagen werden im gesamten Planungsgebiet ausreichend zu Verfügung stehen – der nur gequert werden sollte. Die (mittlerweile leider nicht mehr) efeubewachsenen Mauern auf der Südseite des Boxparks sollten erhalten bleiben und können weiterhin den Vögeln als wichtiger Nistplatz zur Verfügung stehen. Der Boxpark – in Zukunft dann ein Boxgrün – kann von Ferne beobachtet und naturpädagogisch betrachtet werden, darf aber nicht für private Belange genutzt werden. Wir hatten auch bereits beim letzten Rückschnitt dem FB23 vorgeschlagen, den Boxpark durch eine Umzäunung (siehe Schwedenpark – geht auch mit Querungsmöglichkeit) zu schützen. Somit wäre auch die Verkehrssicherheit von Passant*innen gegeben. Leider gab es hierauf keine Rückmeldung.

Wir wünschen uns, Anregungen und Vorgaben für den Umgang mit dem Areal einbringen zu dürfen, lehnen es jedoch ab, eine von den Investoren vorgelegte Planungen ohne ausdrückliche Beachtung der vorgenannten Punkte mitzutragen, geschweige denn eine solche Fläche zu pachten und zu pflegen. Hier müssten sehr klare und eindeutige Vorgaben in einem Pachtvertrag festgeschrieben werden.

Wir möchten Sie eindringlich darum bitten, die Verwaltungsvorlage von der Tagesordnung des kommenden Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses am 05.04.2022 zu nehmen. Die Funktion des Boxparks als urbaner Wald kann nicht isoliert von der sonstigen Projektentwicklung betrachtetund mit einer vorgezogenen Entscheidung davon abgetrennt werden.

Gespräch mit Investoren

Am 13.01.2022 hatten wir nach mehreren Anfragen ein Gespräch mit einem Vertreter der Investoren. Hierzu haben wir ein Protokoll gefertigt, damit auch die Anwohnerschaft vom aktuellen Stand des Projekts erfährt. Leider ist ein Plan vom aktuellen Stand der Planung nur gezeigt und nicht übergeben worden. Deshalb ist der Stand von uns in Form eines Protokolls beschrieben worden, welches hier aufrufbar ist. Fünf Punkte möchten wir hier kurz explizit herausheben:

Wettbewerb Bunker

Aktuell läuft ein Wettbewerb zum Umbau des Bunkers in der Südstrasse. Als BI sind wir als Berater ohne Stimmrecht in der Jury vertreten. Der Bunker soll nicht mehr zu Wohnraum umgebaut werden. Es soll, wie bereits berichtet, Raum Büros geschaffen werden. Eine Erweiterung um 800 m² ist vorgesehen. Diese Aufstockung kann nicht unterhalb und mit der Politik abgesprochenen Einhaltung der Traufkanten realisiert werden. Wie sich dies in den Entwürfen darstellt – wir sind gespannt.

Start Offenlegung Bebauungsplan

Die Offenlegung und damit auch die vorgeschriebene Bürgerbeteiligung soll laut Aussage des Vertreters der Investoren im Sommer starten. Das den dort eingereichten Eingaben der vorläufigen Bürgerbeteiligung aus Sicht der BI zur Genüge Rechnung getragen worden ist, konnten wir dem präsentierten Plan nicht entnehmen. Es gilt also bei nun folgenden Bürgerbeteiligung nochmals den Eingaben Nachdruck zu verleihen.

Mobilitätskonzept | Erweiterung Parkhaus

Es ist geplant deutlich weniger Stellplätze gegenüber der in der Stellplatzsatzung geforderten Anzahl an Stellplätzen zu realisieren. Weiterhin ist zugesagt worden, dass das Parkhaus nicht erweitert wird. Um die ‚fehlenden‘ Stellplätze zu kompensieren, muss ein Mobilitätskonzept erstellt werden (siehe Protokoll). Grundsätzlich begrüßen wir diese Entwicklung, sind aber weiterhin der Auffassung, dass man bei dieser Lage ein wirklich komplett autofreies Quartier entwickeln kann. Die Minderung der Stellplätze hat aber noch einen positiven Nebeneffekt, der im nächsten Absatz erläutert wird.

Wohnungsmix

Es hat eine Erhöhung des Anteils der geförderten Wohnungen von 30% auf 35% stattgefunden. Dies muss eigentlich noch mehr werden. Interessant war allerdings die Aussage über den Zusammenhang von Stellplätzen und dem Anteil an teureren Wohnungen. Es sollen nun mehr Mietwohnungen im mittleren Segment gebaut werden, da teure Wohnungen ohne Stellplatz nicht zu verkaufen sein. So scheint ein Mobilitätskonzept mit deutlich reduzierten Stellplätzen nicht nur gut fürs Klima und den Verkehr zu sein, sondern auch direkten Einfluss darauf zu haben, dass die richtigen Wohnungen gebaut werden – nämlich keine Luxuswohnungen. Teure Wohnungen sind anscheinend ohne Stellplatz nicht zu verkaufen oder zu vermieten. Konkret auf zukünftige Mietpreise wollte sich der Vertreter der Investoren aber nicht festlegen lassen.

Nachhaltigkeit

Bisher sind keinerlei Standards für eine nachhaltige Bauweise angedacht – weder für den Bunker noch für das Gesamtprojekt. Es gibt keinerlei Überlegungen zu einer Holzbau- oder kreislaufgerechten Bauweise noch zum Einsatz von Recyclingbaustoffen. Dabei macht der Handlungsbereich Gebäude 40% der CO2 Emissionen und 50% des Abfallaufkommens aus. Die Stadt Aachen hat die cicular cities declaration feierlich unterschrieben. Der Klimaentscheid Aachen geht in die entscheidende Phase. Hierbei spielen die CO2 Emissionen aus dem Handlungsfeld Gebäude eine entscheidende Rolle. Auch das Thema Schwammstadt spielt bisher keine Rolle. Dabei besitzt die Landmarken AG eine eigene Gesselschaft (Moringa) zur Umsetzung einer klimafreundlichen und nachhatigen Bauweise. Auf der Seite von Moringa wird sogar auf die Forderungen der architects 4 future verwiesen. Man fragt sich, warum die Investoren diese Chance nicht ergreifen. Bei diesem Projekt könnte die Stadt Aachen einen ersten großen Piloten starten. Über den sog. städtebaulichen Vertrag oder im Bebauungsplan können genau solche Anforderungen festgelegt werden. In einem Vorhaben bezogenen Bebauungsplanverfahren, wie es hier eines ist, bestimmt die Stadt die Spielregeln. Man muss sich nur trauen diese Vorgaben und Auflagen festzuschreiben.

Wie geht es weiter?

Die Aachener Nachrichten | Zeitung berichten über die Luisenhöfe und haben die BI zum weiteren Fortgang des Projekts interviewt. Vertreter der BI haben zu den bisher nicht bekannten Informationen Stellung bezogen. Es haben sich einige Dinge zum Vorteil entwickelt, aber es bleiben auch weiterhin viele Fragen offen.

Stellplätze | Mobilität

Es scheint endlich angekommen zu sein, dass das Projekt der Luisenhöfe mit seiner zentralen Lage die Chance bietet, die innerstädtische Mobilität neu zu denken. Nicht zusätzliche Stellplätze – gleich mehr Autos in der Stadt – helfen bei der Mobilitätswende, sondern neue Mobilitätskonzepte. Die Lage zwischen zwei Bahnhöfen, einer guten Busanbindung sowie die gute Erreichbarkeit der Innenstadt und anderer zentralen Einrichtungen zu Fuß und mit dem Rad legt einen Verzicht auf das Auto absolut nahe. Dies bedeutet keinerlei Komforteinbußen. Eine Parkhauserweiterung und eine unterirdische Tiefgarage sind hiermit überflüssig. Wir sind sehr gespannt, wie weit ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept gehen wird.

180 neue Wohnungen

Dies halten wir immer noch in ihrer Anzahl für zu viel. Mit dieser Anzahl sind die jetzigen Qualitäten des Blocks (starke Durchgrünung, abkühlende Wirkung im Sommer, Funktion als Schwammstadt, wenig Flächenverbrauch und -versiegelung, Artenvielfalt…) nicht zu erhalten. Dabei werden diese Qualitäten nicht nur bei Hitze- und Starkregenereignissen immer wichtiger, sondern ebenso immer fundamentaler für unsere Gesundheit. Hierzu arbeiten wir im Rahmen des Runden Tischs Klimanotstand auch mit Health for Future zusammen. Für H4F steht die Hitze der Sommer mit den vielen Hitzetoten zentral. Hier kann mit einem kühlen Innenblock viel geleistet werden. Die Klimarelevanz des Areals ist bereits gutachterlich im Klimafolgenanpassungs-konzept (s. 57) bestätigt worden. Von einer Bebauung wird abgeraten bis ausgereifte Planungsvorgaben eine sinnvolle klimagerechte Planung erlauben. In der bisherigen Planung sind hierfür bisher keine hinreichenden Maßnahmen vorgesehen.

Quote sozialer Wohnungsbau

Positiv sehen wir selbstredend die Erhöhung der Quote für den sozialen Wohnungsbau von 30% auf 35%, auch wenn dies nur ein kleiner Schritt ist. Wie sich aber die Mieten oder ggf. die Kaufpreise für den nicht geförderten Wohnraum entwickeln – hierzu ist bisher nichts bekannt. Eins ist aber klar – teure Luxuswohnungen als Anlageobjekte werden nicht benötigt. Dies geht eindeutig am Bedarf vorbei.

Kalde Areal

Wir bedauern weiterhin sehr, dass das Kalde Areal anscheinend dem Abriss preisgegeben wird. Wir hatten unser Votum im Wettbewerb daran geknüpft, dass nach Möglichkeiten gesucht wird, den Bestand in die Entwicklung einzubinden. Dies war den Planern mit der Ausschreibung zum Wettbewerb explizit als Aufgabe mitgegeben worden. Der Siegerentwurf hat hierzu als einziger Entwurf diese Möglichkeit eröffnet. Auf dem Kalde Gelände ließe sich wunderbar ein Baustein der 15 Minuten Stadt realisieren. Leben, Arbeiten und Dienstleistung könnten ohne große Entfernungen zueinander organisiert werden. Paris macht dies gerade vor. Warum nicht die Chancen für Aachen als mittlere Großstadt mit einem hohen Anteil an Fußgängerverkehr (rund 30%) nutzen.

Nachhaltigkeit im Lebenszyklus

Es fehlen aber bisher völlig Aussagen zur Nachhaltigkeit im Projekt. Prof. Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) e.V.  hat das Bild des Elefanten im Klimaraum bemüht. Das Bauen und Betreiben von Gebäuden ist für

  • ca. 38% der weltweiten CO2 Emissionen (Erstellung und Betrieb)
  • ca. 40% des Energieverbrauchs in Deutschland
  • ca. 53% des Abfallaufkommens in Deutschland
  • allein 7% der weltweiten CO2 Emissionen bei der Herstellung von Zement

verantwortlich.

Gerade hat sich der Zukunft Bau Kongress des Bundesinnenministeriums unter dem Titel – BAUWENDE: klimabewusst erhalten, erneuern, bauen eindeutig hierzu positioniert. Es geht als erstes darum den Bestand mit seiner darin gebundenen grauen Energie zu erhalten, um damit neue CO2 Emissionen und hiermit verbundene Ressourcenverbräuche zu vermeiden. Danach ist der nächste Schritt die Ertüchtigung, wenn es die Nutzung erforderlich macht. Erst der letzte Schritt ist der Neubau. Dies muss dann klimaneutral oder besser klimapositiv erfolgen:

Wir müssen heute so bauen, dass es den Anforderungen von 2045 entspricht, damit wir die Gebäude nicht schon nach kurzer Zeit bereits wieder anpacken müssen.

Dies war eins der Zitate auf diesem Kongress. Das Wissen ist da und die Chancen hier im Block dürfen wir nicht liegen lassen. Hier können und sollten die Investoren ihren Beitrag für ein zukunftsfähiges Quartier zu leisten, um unseren Kindern eine lebenswerte Stadt zu hinterlassen. Auf Gesprächsangebote unsererseits hierzu und über das weitere Vorgehen sind die Investoren bisher nicht eingegangen.

Klimaentscheid Aachen

Als BI unterstützen wir den Klimaentscheid Aachen. Die Initiative des Klimaentscheids setzt sich für ein klimaneutrales Aachen bis zum Jahr 2030 ein. Um dieses Ziel zu erreichen fordert der Klimaentscheid die Erstellung eines Klimaplans, d.h. die Erstellung eines Fahrplans hinterlegt mit konkreten Maßnahmen, wie dieses Ziel zu erreichen ist.

Einwohner:innenantrag

Damit sich der Rat der Stadt mit dieser Forderung beschäftigen muss, wird ein Einwohner:innenantrag angestrebt. Um diesen Antrag einreichen zu können, müssen 8000 Unterschriften vorliegen. Um weitere Unterschriften zu sammeln, gibt nun – neben den Listen die in vielen Geschäften ausliegen – die Möglichkeit eine Unterschriftenliste per Post anzufordern und wieder zurück zu senden (https://innn.it/KlimaentscheidAachen – portofrei). So kann man mit Familien- und Freundeskreis oder auch auf der Arbeit Unterschriften sammeln. Wichtig ist aber, dass die Unterschreibenden in Aachen wohnen.

Das Bauen als CO2 Schleuder

Vielen Menschen ist bisher immer noch nicht bewusst, dass nicht nur durch den Verbrauch von Energie zum Heizen von Gebäuden viel CO2 emittiert wird. Auch die Herstellung von Baustoffen, deren Transport und Einbau auf der Baustelle sowie der Abriss verursacht sehr, sehr viel CO2 Emissionen – ganz zu schweigen von dem immensen Verbrauch von Ressourcen sowie dem riesigen Abfallaufkommen des Bausektors. In Zahlen bedeutet dies:

  • ca. 38% der weltweiten CO2 Emissionen stammen aus Gebäudesektor (Erstellung und Betrieb)
  • ca. 40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudesektor
  • ca. 53% des Abfallaufkommens in Deutschland entfallen auf den Gebäudesektor
  • allein 7% der weltweiten CO2 Emissionen entstehen bei der Herstellung von Zement

Dies bedeutet, dass im Bausektor ein riesengroßer Hebel zu Erreichung der Klimaziele liegt. Jede Baumaßnahme muss somit auf ihre Erfordernisse überprüft werden. Nicht zu Bauen würde auf der auf der einen Seite Stillstand bedeuten, aber anderen Seite ist dort diese riesengroße Möglichkeit viele CO2 Emissionen zu vermeiden. Wenn gebaut wird, muss dies CO2 neutral oder zu mindestens CO2 arm und auf jeden Fall auch ressourcenschonend passieren. Aber der erste Ansatz ist immer nach dem Prinzip der Suffizienz zu fragen. Ist dieses Bauvorhaben wirklich erforderlich oder sollten nicht andere Wege – wie der Aktivierung von Leerstand und anderen Formen des Zusammenlebens – gegangen werden. In diesem Sinne unterstützen wir auch die Forderungen der Architects4future und die von Ihnen initiierte UMBauordnung.

Situation in Aachen

Man muss sich zunächst einmal klar machen, dass die Anzahl der Wohnungen im Verhältnis zu den Einwohnern – nicht nur in Aachen – nicht gesunken, sondern sogar gestiegen ist. In Aachen werden sehr viele Microapartments für Studenten gebaut. In diesen Apartments kann nur eine Person leben. Gleichzeitig ist diese Wohnform für Investoren höchst profitabel. Daneben leben wir alle auf immer mehr m² pro Kopf. Wir haben in Aachen aber nur einen sehr begrenzten Grund auf dem noch gebaut werden kann. Zudem muss Aachen eine lebenswerte Stadt bleiben und an die Folgen des Klimawandels anpasen. Viele bisher grüne Flächen sollen und dürfen nicht mehr überbaut werden. Ansonsten kommt es immer mehr zu einer Überhitzung der Stadt, Überschwemmungen (siehe Beitrag Schwammstadt) sowie zu einer Verschlechterung der Luftqualität.

Die Luisenhöfe

Das Projekt der Luisenhöfe soll zu einem Teil auf einer im noch gültigen Flächennutzungsplan ausgewiesenen Grünfläche entstehen. Den anderen Teil macht ein Gewerbehof – das Kalde Gelände – aus. Es wird zum einen eine bestehende Grünfläche vernichtet, die CO2 bindet und zu einem urbanen Wald gemacht werden könnte. Und zum anderen wird ein Bestand abgerissen, der  sog. graue Energie bindet. Graue Energie ist die Energie, die für Herstellung, Transport und Entsorgung Baumaterialien aufgewendet werden muss. Damit verbunden sind natürlich erhebliche CO2 Emissionen, welche nicht oder in sehr viel geringeren Maße anfallen würden, wenn man die bestehenden Gebäude weiternutzt bzw. weiterentwickelt.

Für die geplanten Neubauten gibt es bisher keinerlei Konzept einer nachhaltigen Bauweise. Trotz der innerstädtischen Lage ist bisher nicht von einem Quartier ohne Autos die Rede. Nichts deutet bisher daraufhin, dass man hier ein Quartier entwickeln möchte, welches den Anforderungen eines nachhaltigen Städtebaus entspricht.

Wir können es nur zum wiederholten Male ansprechen, dass hier eine große Chance vergeben wird, wenn nicht grundsätzlich umgedacht wird. Und deshalb ist es sehr wichtig den Klimaentscheid zu unterstützen, auch um deutlich zu machen, dass es ein renditeorientiertes und klimaschädliches Weiter so in der Projektentwicklung der Investoren nicht geben darf.

Planungsausschuss die Zweite

Am Donnerstag den 10.06 sollte das Projekt im Planungsausschuss behandelt werden. Es ist kurzfristig wieder von der Tagesordnung genommen worden. Anscheinend bestand noch Beratungsbedarf in der Politik. Nun wird das Projekt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Planungsausschusses am 26.08.2021 behandelt.

Gespräch mit den Investoren

Wir hatten die Investoren um ein Gespräch vor dem Planungsausschuss im Juni gebeten. Dies sollte ein konstruktives und vor allem transparentes Gespräch sein. Auf unsere Anfrage haben wir zunächst keine Antwort erhalten. Mit dreiwöchiger Verspätung kam dann die Antwort, dass man erst nach der nächsten Sitzung des Planungsausschusses (Ende August) mit uns reden möchte. Es sollen also zunächst Tatsachen geschaffen werden, bevor man sich mit der Anwohnerschaft unterhält – also das Gegenteil eines konstruktiven und transparenten Dialogs und somit wieder einmal eine verpasste Chance.

Was wissen wir

Wir sind gefragt worden, an der Wettbewerbsjury zu einem Wettbewerb für den Bunker teilzunehmen. Es soll nun dort auf eine Wohnnutzung – warum auch immer – verzichtet werden und die unteren (unbelichteten) Geschoße für eine Quartiersnutzung geöffnet werden. Eine Büronutzung soll als „Planungsausschuss die Zweite“ weiterlesen

Schwammstadt

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Das Thema Schwammstadt anzusprechen, welches in der Projektentwicklung der Luisenhöfe noch gar keine Rolle spielt, fällt uns in diesen Tagen nicht leicht. Auf der anderen Seite ist aber auch genau jetzt der Zeitpunkt dafür. Bei der Frage wie man die Hochwasserkatastrophe hätte verhindern können, fällt neben vielen Ansätzen immer wieder die Aussage auf, dass wir aufhören müssen unsere Landschaft immer weiter zu versiegeln. Auch wenn die Täler der Ahr, Erft, Kyll etc. in ihren Oberläufen enge Täler sind, die solche Flutkatastrophen befördern – dem Wasser muss Raum zur Ausbreitung und zur Versickerung gegeben werden, um solche fürchterlichen Katastrophen zu verhindern oder zu mindestens abzumildern.

Versiegelungsgrad 50% +

Bei den Luisenhöfen sollen mehr als 50% des Projektgebietes versiegelt werden. Noch findet man einen sehr grünen Innenhof mit einem großen Anteil unversiegelter Fläche vor. Dies soll sich mit der z.Zt. geplanten Bebauung massiv ändern. Angesichts der Flutkatastrophe ist nicht nur in der Landschafts- sondern auch in der Stadtplanung ein massives Umdenken erforderlich. Wasser muss gespeichert werden und versickern können, um zu verhindern, dass es zu massiven Überflutungen kommt. Allen hier im Viertel ist noch die Überflutung des unteren Boxgrabens am 29.04.2018 in Erinnerung. „Schwammstadt“ weiterlesen

Petition der A4F

A4F

Als BI Luisenhöfe stimmen wir mit den Statements der architects for future überein und unterstützen die eingereichte Petition im Bundestag. Es ist erstaunlich wie stark die übergeordneten Forderungen der A4F unseren konkreten Forderungen für das Projekt nahe kommen. Bei den Luisenhöfen könnte man die Forderungen der #Bauwende ganz konkret umsetzen oder wie jetzt gern gesagt wird – ein #Reallabor initiieren.

Wir müssen hier und jetzt starten die #Bauwende einzuleiten.

Damit sich der deutsche Bundestag bzw. der zuständige Ausschuß mit dern Petition der A4F befasst, muss ein Quorum von 50.000 Unterzeichnern erreicht werden. Die Frist zur Unterzeichnung läuft am 08.01.2021 ab. Unterzeichnen könnt Ihr hier:

Um eine Petition für den deutschen Bundestag mitzeichnen zu können, muss man sich auf der Petitionsplattform des Bundestags registrieren. Die Form der Bundestagspetition ist ein demokratisches Mittel, Anliegen aus der Mitte der Bevölkerung in die politische Debatte zu bringen. Gerade erst hat die Petition Einberufung von einem bundesweiten Bürgerrat zur Klimapolitik das erfordliche Quorum mit mehr als ca. 20.000 Unterzeichnern überschritten und muss damit im Bundestag behandelt werden.

Für A4F Petition werden noch dringend Unterzeichner benötigt. Bitte macht Werbung und teilt diesen Aufruf. Für eine #Bauwendejetzt

Um das Wissen hierzu zu vertiefen sind auch folgende Quellen interessant:

https://globalabc.org/news/launched-2020-global-status-report-buildings-and-construction

Hier wird sehr gut dargestellt, welchen Anteil der Bausektor an den CO2 Emissionen, dem Energieverbrauch, dem Ressourcenverbrauch und dem Müllaufkommen hat.

https://www.bda-bund.de/wp-content/uploads/2016/06/Bestand-braucht-Haltung.pdf

https://www.bda-bund.de/wp-content/uploads/2018/07/Politische-Grundpositionen-zu-Stadt-Land-und-Architektur.pdf

https://www.bda-bund.de/wp-content/uploads/2019/04/20190819_DasHausDerErde_Monitor.pdf

Der Bund deutscher Architekten hat viele der in der Petition angesprochenen Themen bereits im Laufe der letzten Jahre in eigenen Positionspapieren behandelt.

Aktuelle Entwicklungen im August

Gleich voraus geschickt – zu den Luisenhöfen gibt von der Seite der Investoren und der Erstellung des Bebauungsplans nichts Neues bzw. uns ist hierzu nichts bekannt. Dennoch gibt es einige Entwicklungen, Termine und Ankündigungen die wir nicht vorenthalten wollen.

Veranstaltung zum Boxpark

Wir planen zusammen mit Recht auf Stadt und OeViAc im September eine Veranstaltung zum Boxpark. Nähere Informationen hierzu versenden wir noch.

Rundgang mit OB Kandidatatin Frau Keupen

Frau Keupen – die Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen in Aachen – hatte uns als BI zu einem Gespräch eingeladen. Diesem Angebot sind wir gerne nachgekommen und haben einen Rundgang über das Gelände vorgeschlagen. Am 12.08.2020 sind gemeinsam durch Block gelaufen. Hierbei haben wir uns sehr gut austauschen können und nochmals unsere Standpunkte, insbesondere auch auf die geplante Dichte der Bebauung, darlegen können.

Wenn bei anderen OB Kandidat*innen Interesse an einem Gespräch oder auch an einer Führung besteht, stehen wir hierfür selbstverständlich zur Verfügung.

Integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK)

Am kommenden Mittwoch den 26.08.2020 wird in der letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode das IKSK verabschiedet. Der Runde Tisch Klimanotstand Aachen, den wir seit längerem angehören, hat dieses Konzept kommentiert. Grundsätzlich ist es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber hiermit werden die selbstgesteckten Klimaschutzziele weiterhin verfehlt. Die „Aktuelle Entwicklungen im August“ weiterlesen