Anwohnerinfo – Wohnen ist mehr als ein Investment!

Anwohnerinformation

Am 14.09.2019 hat unsere Anwohnerinfo im Durchgang zum Spielplatz in der Südstrasse stattgefunden. Zwischen 50-70 Anwohner*innen sind vorbeigekommen und haben sich im Lauf des Nachmittags über den Stand der Dinge informiert.

Es haben viele anregende Gespräche stattgefunden. Außerdem haben Führungen rund um das Projektgebiet stattgefunden.

Sehr häufig ist gefragt worden, was man denn unternehmen kann, um noch Einfluss auf den Prozess zu nehmen. Wir haben hierzu erläutert, dass z.Zt. die Vorbereitung zur formalen Bürgerbeteiligung laufen. Diese war ursprünglich für den September geplant. Im weiteren Prozess wird sich zeigen, wie ernsthaft die zahlreichen Eingaben und die zentrale Eingabe samt 520 Unterschriften aus der vorgezogenen Bürgerbeteiligung in die Planungen aufgenommen worden ist.

Sollten an der ursprünglichen Planung nur unzureichende Änderungen vorgenommen worden sein, wird nur noch massiver Protest helfen.

Angesichts des ausgerufenen Klimanotstands in Aachen ist es nicht weiter möglich, die ausgetretenen und letztendlich klimaschädlichen Pfade der Investoren beizubehalten. Wohnen, Stadtplanung, Partizipation sowie eine klima- und ressourcenschonende Bauweise sind mehr als ein Invest. Hier einen anderen Weg einzuschlagen und mit den Luisenhöfen ein Pilotprojekt für die Stadt Aachen zu starten, ist mehr als notwendig.

 

Wir haben uns auch sehr gefreut, dass Recht auf Stadt und architects4future an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Aufstellung des Bebauungsplans Luisenhöfe = Instrument im Klimanotstand

Antwort OB – Stellungnahme BI

Stadtbiotop Boxpark

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Philipp,

vielen Dank für Ihre umgehende Antwort (siehe unten).

Zu Ihrer Antwort möchten wir folgt Stellung nehmen. Ihre Antwort nimmt inhaltlich nicht Stellung zu den von uns vorgebrachten Aspekten des Klimaschutzes. Vielmehr wird auf eine Gesamtbilanz im Zusammenhang mit Flächenverbrauch und den damit zusammenhängenden Pendlerverkehren verwiesen.

BI Luisenhöfe

Wie Sie sicher verfolgt haben, haben wir uns bisher als eine konstruktive BI aufgestellt, welche die geplante Bebauung nicht verhindern will, sondern die im Block vorhandenen Qualitäten, welche durchaus wichtig für das Viertel und die ganze Stadt sind, in der Bebauung berücksichtigt wissen will.

Autofreies Quartier

Wenn wir Ihrer Argumentation folgen, bieten wir mit unserem Vorschlag ein komplett autofreies Quartier zu entwickeln, einen sehr konkreten Vorschlag an, um motorisierte individuelle Pendlerverkehre zu vermeiden. Die Lage des Quartiers in der Stadt ist hierfür geradezu idealtypisch. Die Stadt hat bereits in „Antwort OB – Stellungnahme BI“ weiterlesen

Offener Brief an OB

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Philipp,

Ihr Statement zur Ausrufung des Klimanotstands – „Es wird sich eine Menge ändern, und das wird schmerzhaft sein.“ widerspricht der Kritik von Herrn Jansen (BUND) bzgl. der „reinen“ Symbolik des Ausrufens des Klimanotstandes.

Die Bürgerinitiative Luisenhöfe möchte aus diesem Grund hiermit nochmals eindringlich die Berücksichtigung ihrer Eingabe bzgl. Flächennutzungsplan, die eine erneute Abwägung zwischen den Belangen Klima/Natur/Wohnraumbedarf beinhaltet, fordern.

Klimarelevante Flächen

Es ist nicht vermittelbar, dass in Zeiten des Klimanotstands die wenigen teilweise sogar als klimarelevant ausgewiesenen noch existierenden innerstädtischen Grünflachen (Karte S. 35), die Jahrzehnte lang weitgehend naturbelassen wurden, im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens nach § 13a umgewidmet werden.

Diese Grünflachen tragen mit einem großen Bestand an alten Bäumen, der bestehenden Fassadenbegrünung und der offenen Grasfläche mit „Offener Brief an OB“ weiterlesen

520 Unterschriften

Unterschriftensammlung

Leider haben uns noch weitere 37 Unterschriften zu spät erreicht. Mit diesen Unterschriften haben 520 Unterzeichner sich für unser Anliegen ausgesprochen. Da die Onlinepetition abgeschlossen ist, sind diese Unterschriften leider nicht mehr über OpenPetition hochzuladen. Wir werden sie dennoch, trotz Überschreitung der Eingabefrist, an die Stadt übergeben.

Klimanotstand

Die Städte Konstanz, Kiel, Ludwigslust und Herford haben den Klimanotstand ausgerufen. Kleve soll im Juni folgen. Mit unserem Engagement verfolgen wir letztendlich Maßnahmen, welche helfen sollen Maßnahmen gegen den Klimawandel auf lokaler Ebene umzusetzen. Mit dem jetzt in Aufstellung begriffenen Bebauungsplan hat die Stadt Aachen ganz konkret ein Mittel in der Hand, um Klimaschutzmaßnahmen jetzt zu ergreifen sowie die Chance eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung zu initiieren. Unsere Vorschläge hierzu liegen auf dem Tisch. Wir sind weiterhin bereit für den Dialog und möchten unser Engagement zum Vorteil der Stadt und ihrer Einwohner einbringen.

Aufstellung des Bebauungsplans Luisenhöfe = Instrument gegen den Klimawandel

Urbane Vielfalt

Das sog. Kaldegelände im Zentrum der Planungen zu den Luisenhöfen könnte das Herzstück des Projekts werden. Die vorhandenen Büros und Hallen besitzen schon in Ihrer jetzigen Form eine Ausstrahlung, wie sie in der Stadt kaum noch zu finden ist. Ganz zu schweigen von der Atmosphäre, die der Hof an sich besitzt. Diesen Bestand einer neuen Bebauung mit alleiniger Wohnnutzung zu opfern, wäre eine vertane Chance für die Stadt. Vielmehr würde eine urbane Vielfalt aus gemischtem neuem Wohnen und Arbeiten im Bestand das Quartier stärken. Mit der Weiternutzung des Areals kann ein identitätsstiftender Ort für die zukünftigen Nutzer und die Bewohner geschaffen werden. Eine Vernetzung in das Quartier stärkt diese Qualität selbst noch. Der Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs nimmt die Fluchten der jetzigen Bebauung auf. Eine Weiternutzung des Kaldeareal wäre mit dem städtebaulichen Entwurf von Hector 3 durchaus zu vereinbaren.

Kaldegelände

Resilienz der Stadt

Die sog. europäische Stadt steht für eine langlebige und robuste Entwicklung der Stadt. Diese Stadtstrukturen können sehr unterschiedliche Nutzungen aufnehmen und lassen urbane Vielfalt vor allem in Bezug auf Verbindung von Arbeiten und Wohnen entstehen. Durch Weiternutzung und eine vorsichtige „Urbane Vielfalt“ weiterlesen