Noch bis zum 12.7. zum Flächennutzungsplan Stellung nehmen!

Wie ihr vielleicht hier schon gelesen habt, wurde der neue Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Aachen jetzt offengelegt.

In diesem wird unter anderem im „Block“ Boxgraben, Südstrasse, Reumontstrasse, Mariabrunnstrasse eine seit 1980 im Flächenutzungsplan ausgewiesene Grünfläche mit einer Größe von über 5.000 qm und einer großen Bedeutung für das lokale Stadtklima durch potentielles Bauland mit einer „Gemischten Baufläche “ abgeschafft.

Dies gilt es aus unserer Sicht zu verhindern!

Jetzt mitmachen!

Mit einer Stellungnahme bis zum 12.07.2019 könnt ihr auf die mit dem zukünftigen FNP geplanten Maßnahmen Einfluss nehmen. Der Einfluss steigt potentiell mit jeder persönlichen und sachgemäßen Stellungnahme.

Wir haben dazu unten einen inhaltlichen Vorschlag zur Stellungnahme zum Erhalt der oben genannten Grünfläche erarbeitet. 

Diesen könnt ihr gerne nutzen und eine Stellungnahme abgeben.

Dies geht ganz einfach auf 3 möglichen Wegen:

ONLINE

Ihr könnt eure Stellungnahme direkt online abgeben!

Klickt dazu einfach auf den folgenden Button und gebt folgendes in das Formular ein:

Planungsverfahren: Flächennutzungsplan Aachen*2030 –
insbesondere mit Bezug zum Plangebiet „Boxgraben, Südstraße, Reumontstraße, Mariabrunnstraße“

Kritik: Nehmt die Vorlage unten oder klickt hier, um den reinen Text zu erhalten

Die beiden anderen Feldern sind euch überlassen. 

PER E-MAIL

Ihr könnt eure Stellungnahme per E-Mail senden!

Ihr könnt einfach die unten stehende Vorlage nehmen oder klickt hier, um den reinen Text zu erhalten

PER POST

Ihr könnt eure Stellungnahme auch per Post senden!

Ihr könnt einfach die unten stehende Vorlage nehmen oder klickt hier, um den reinen Text zu erhalten.

Die Anschrift lautet:

Verwaltungsgebäude Am Marschiertor
Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen
Lagerhausstraße 20
52058 Aachen

Unser Vorschlag zur Stellungnahme

Betreff: Stellungnahme zum öffentlich ausgelegten „Flächennutzungsplan Aachen*2030“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden meine Stellungnahme zum „Flächennutzungsplan Aachen*2030“ (FNP) – insbesondere mit Bezug zum Plangebiet „Boxgraben, Südstrasse, Reumontstrasse, Mariabrunnstrasse“.

Kritik:

Die seit 1980 in allen Flächennutzungsplänen ausgewiesene „Grünfläche“ im Blockinneren des o.g. Plangebietes ist im aktuellen FNP ersatzlos durch vollständige Ausweisung als „Gemischte Baufläche“ entfernt worden. Und dies obwohl die Fläche in ihrer aktuell rechtsgültigen Größe die zur Aufnahme im neuen FNP erforderlichen Mindestgröße vom 5.000 qm erreicht.

Insbesondere obwohl:

  • Die damit nicht mehr durch die ausgewiesene Grünfläche geschützten mehr als 30 Bäume durch Neupflanzung in Ihrer CO2-bindenen Wirkung erst wieder in ca. 25 Jahre ersetzen würden und
  • Auch nur annähernd adäquate Kompensationsmaßnahmen bzgl. der Begrünung im Nahbereich nicht mehr möglich sind.
  • Die 4- bis 5-geschossigen Bebauungen des in der Aufstellung befindlichen Bebauungsplans, die Durchlüftung massiv einschränken und
  • Sich damit das Klima in dem Plangebiet und darüber hinaus ganz erheblich verschlechtern wird – Insbesondere hinsichtlich der Luft-Qualität und der Belastungen bei hohen Temperaturen.
  • Von dieser Belastung insbesondere auch zahlreiche Kinder und Jugendlichen der anliegenden Schul- und Betreuungseinrichtungen betroffen sind.
  • Die älteren Anwohner und Anwohnerinnen immer größere Probleme mit den Hitzeinseln in der Innenstadt (siehe Klimaschutzbereich im Entwurf des FNP*2030) bekommen.
  • Die Stadt Aachen, wie viele andere Städte, Regionen und Länder in Europa den Klimanotstadt ausgerufen hat.
  • Klimaschutz ein höchst aktuelles und relevantes politisches Thema ist.

Mich macht es fassungslos, dass trotz laufender Proteste von Bürgerinnen und Bürgern, der aktuelle politische Debatten und der für den Klimaschutz auch in diesem Maßstab dringend angezeigten Handlungsbedarfe, für das genannte Plangebiet offensichtlich ohne entsprechende Berücksichtigung und geeignete Abwägung gegenteilige Festlegungen im FNP erfolgen sollen. Ich halte diese hinsichtlich des Klimaschutzes für kontraproduktiv.

Die gewinnorientierten Interessen der Investoren scheinen dem Gemeinwohl übergeordnet zu sein. Und dies obwohl der Erhalt dieser Grünfläche einer bedarfsgerechten Wohnbebauung insgesamt für Aachen nicht entgegensteht.

Aus diesen Gründen bitte ich Sie, abweichend vom aktuell offengelegten Entwurf des FNP*2030 im Zuge der Festlegung den vollständigen Erhalt der genannten Grünfläche aus dem aktuell rechtsgültigen FNP fort zuschreiben.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

 

Flächennutzungsplan

Flächennutzungsplan

Mit der Offenlegung des Entwurfs des Flächennutzungsplans (FNP) wird deutlich, was sich durch das Bebauungsprojekt Luisenhöfe schon lange angedeutet hat. Die über 5 Jahrzehnte von der Stadt Aachen präferierte Grünfläche in unserem Blockinneren ist verschwunden. Im Zuge des Klimawandels ist es mehr denn je erforderlich genau solche Flächen zu erhalten besser gesagt zu stärken.

Eingaben

Aus diesem Grund ist wichtig, dass im z.Zt. stattfindenden Beteiligungsverfahren durch die Bürger Eingaben gemacht werden. Allein die Tatsache, dass der über Jahrzehnte bekräftigte Wille der Stadt aus dem Blockinnenbereich eine Grünfläche zu machen, einfach durch das Projekt der Investoren vom Tisch gewischt worden, ist schon höchst verwunderlich. Aber die Folgen – gerade im Lichte der Erklärung des Klimanotstandes – für das Stadtklima durch das Projekt Luisenhöfe sind überhaupt nicht abschätzbar. Eingaben können noch bis zum 12.07.2019 hier gemacht werden.

Vergröberung der Nutzflächen

Im FNP ist festgelegt worden, dass eine `Entfeinerung` der Nutzflächen vorgenommen werden soll. Dies bedeutet, dass nur zusammenhängende Flächen über 5.000 m² im FNP ausgewiesen werden. Das Projektgebiet der Luisenhöfe selbst ist aber mehr als 12.000 m² groß. In den Untersuchungen und Beratungen zum FNP ist es überhaupt nicht betrachtet worden. Für den gesamten Block ist ohne vertiefende Untersuchungen die Flächenart ‚gemischte Baufläche‘ festgelegt worden. Der bisher als Grünfläche vorgesehene Bereich mit ca. 5.000 m² ist, wie erwähnt, einfach verschwunden.

Geschützter Blockinnenbereich

Noch im Entwurf zum FNP 2014 ist das Symbol geschützter Blockinnenbereich und die ausgewiesene Grünfläche zu finden. Auch das Symbol für den Blockinnenbereich ist nun verschwunden und der Flächenausweisung ‚gemischte Baufläche‘ untergeordnet worden. Unserer Kenntnis nach ist mit dem Symbol u.a. ausgewiesen worden, dass eine Bebauung in diesem Bereich nicht mehr als zwei Geschosse haben darf.

Baumfällungen

Anstatt über 30 geschützte Bäume zu fällen, sollte die vorhandene Wirkung für das Stadtklima potenziert werden. Ein Baum von 30 Jahren besitzt ca. 2000fach größere klimaaktive Oberfläche als eine Neupflanzung von einem 5-jährigen Baum. Es müssen also 25 Jahre vergehen, um wieder das gleiche CO² Aufnahmepotential durch eine Neupflanzung zu erreichen. „Flächennutzungsplan“ weiterlesen

Eingaben Bebauungsplan veröffentlicht

Über den Blog sind alle uns zugesendeten Eingaben zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan jetzt einsehbar. Wir hatten dazu aufgerufen die Eingaben, die jeder Einzelne gemacht hat ebenso zu veröffentlichen. Was mit der Unterschriftensammlung und der Onlinepetition gefordert wird, wird durch die einzelnen Eingaben nochmals konkretisiert. Nun kommt es darauf, wie diese Eingaben in die weitere Planung einfließen.

Bürgerwerkstätten

Als Initiative haben wir die Eingabe gemacht, dass im weiteren Planungsprozess ein Partizipationsverfahren mit direkter Beteiligung der Anwohner erfolgen muss. Ob die Stadt Aachen die 483 eingereichten Unterschriften und die gemachten Eingaben in Bezug auf eine wirklichen Bürgerbeteiligung ignorieren kann – dies wird sich herausstellen. Als Basis für ein solches Verfahren sollten die Bürgerwerkstätten in Anlehnung an das durch die Stadt Köln durchgeführte Verfahren für das Heliosgelände dienen.

Flächennutzungsplan

Seit 1980 ist es erklärter Wille der Stadt Aachen (2014 ist dies nochmals bekräftigt worden) aus dem Boxpark und dem Garten hinter dem Kalde Gelände eine Grünfläche zu machen. Jetzt ist diese Grünfläche im Flächennutzungsplan einfach verschwunden. Selbst vom Boxpark ist nichts mehr zu sehen. Hinzu kommt, dass es Überlegungen gibt den Boxpark (städtischer Besitz) zu verkaufen. Dies zeichnet u.a. ein Bild, wie mit einer unserer zentralen Forderung – der Erhaltung und Stärkung des Boxparks sowie dem Erhalt von möglichst vieler Bäume und Grünstrukturen – Gehör geschenkt wird.

Bürgeranhörung

Sind die Ideen, die durch in Anwohner in den Planungsprozess für die Luisenhöfe eingebracht worden sind und weiterhin eingebracht werden, so abwegig? Warum sind diese Ideen nicht schon längst als eine echte Grundlage für die Entwicklung des Quartiers herangezogen worden sind?

Eine Vielzahl von Ideen haben die Anwohner in die Bürgeranhörung vom 14.03.2019 eingebracht. Die Unzufriedenheit mit der bisherigen Berücksichtigung der Bürgeranliegen war sehr groß. Dies hat sich schon in der Länge der Veranstaltung gezeigt, in der noch nicht einmal alle Themenbereiche angesprochen werden konnten. Um möglichst alle Themen in die laufende Bürgerbeteiligung einzubringen, läuft noch bis zum 10.04.2019 eine Unterschriftensammlung in den umliegenden Geschäften sowie online unter:

Open Petition: Die Luisenhöfe nachhaltig gestalten – Für ein lebendiges Reumontviertel!

Darüber hinaus sollten aber alle Anwohner noch eigene Eingaben zu den einzelnen Themen und Ihren Anliegen machen. Mit der Anzahl der Eingaben kann unserem Anliegen deutlich Nachdruck verliehen werden. Eingaben sind unter folgender Adresse möglich:

Bauleitplanung Aachen

Da die Eingaben bisher nicht öffentlich gemacht werden, möchten wir gerne alle Eingaben sammeln und auf dieser Seite veröffentlichen. Eingereichte Eingaben können an folgende Adresse gesendet werden:

info@luisenhoefe-aachen.de

Die Initiative

Die Initiative Luisenhöfe hat sich bislang immer für eine nachhaltige Entwicklung der Luisenhöfe ausgesprochen. Es ist nie eine grundsätzliche Ablehnung des Projekts postuliert worden, obwohl viele Anwohner aus nachvollziehbaren Gründen durchaus einen kompletten Stopp des Projekts begrüßen würden. Aber es gibt in weiten Teilen eine Einsicht, dass zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden muss. Für dieses Gebot neuen Wohnraum schaffen zu müssen, darf aber nicht das gewachsene Umfeld ausgeblendet werden.

Bürgeranhörung

Genau in diesem Grundton ist die Bürgeranhörung im Rahmen der vorzeitigen Bürgerbeteiligung verlaufen. Hier sind die Themen wie die geplante Dichte, ein anderes Mobilitätskonzept, ein wirklich wertschätzender Umgang mit dem vorhandenen Grün explizit von den Anwohnern benannt worden. Auch vom Erhalt des Kalde Geländes war die Rede. „Bürgeranhörung“ weiterlesen

Begehung des verwilderten Grundstücks – eine Affinität zum Schwedenpark?

Begehung des verwilderten Grundstücks im Bereich der geplanten Luisenhöfe

Am 19.10.2017 hat eine Begehung des verwildertes Grundstücks mit Frau Hollmann als einer Vertreterin des Ökologie Zentrums Aachen stattgefunden. Das Ökologie Zentrum hatte sich sehr für den Erhalt des Schwedenparks eingesetzt und durchgesetzt, dass zwei Drittel des Geländes erhalten bleiben konnten.  „Begehung des verwilderten Grundstücks – eine Affinität zum Schwedenpark?“ weiterlesen

Immer mehr Grünbereiche gehen verloren

Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Verkauf und die geplante Überbauung der der Gartenkolonie Mariabrunnstrasse wird das Verschwinden von immer mehr innerstädtischen Grünflächen durch Nachverdichtung angesprochen. Explizit wird auch hier der Bereich Boxgraben bzw. Südstrasse angesprochen. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung werden Äusserungen von kommunalen Umweltpolitikern erwähnt. Zitat:

Aus Sorge, dass durch diesen Trend zunehmend auch wichtige Erholungsbereiche und Kaltluftschneisen verlorengehen könnten, haben die städtischen Umweltpolitiker erst jüngst angekündigt, noch unbebaute Freiflächen verstärkt unter Schutz stellen zu wollen.

Den ganzen Artikel findet man hier: 20171016AN_Traditionsreiche Gartenkolonie an der Mariabrunnstraße steht vor dem Ende