Klimaentscheid Aachen

Als BI unterstützen wir den Klimaentscheid Aachen. Die Initiative des Klimaentscheids setzt sich für ein klimaneutrales Aachen bis zum Jahr 2030 ein. Um dieses Ziel zu erreichen fordert der Klimaentscheid die Erstellung eines Klimaplans, d.h. die Erstellung eines Fahrplans hinterlegt mit konkreten Maßnahmen, wie dieses Ziel zu erreichen ist.

Einwohner:innenantrag

Damit sich der Rat der Stadt mit dieser Forderung beschäftigen muss, wird ein Einwohner:innenantrag angestrebt. Um diesen Antrag einreichen zu können, müssen 8000 Unterschriften vorliegen. Um weitere Unterschriften zu sammeln, gibt nun – neben den Listen die in vielen Geschäften ausliegen – die Möglichkeit eine Unterschriftenliste per Post anzufordern und wieder zurück zu senden (https://innn.it/KlimaentscheidAachen – portofrei). So kann man mit Familien- und Freundeskreis oder auch auf der Arbeit Unterschriften sammeln. Wichtig ist aber, dass die Unterschreibenden in Aachen wohnen.

Das Bauen als CO2 Schleuder

Vielen Menschen ist bisher immer noch nicht bewusst, dass nicht nur durch den Verbrauch von Energie zum Heizen von Gebäuden viel CO2 emittiert wird. Auch die Herstellung von Baustoffen, deren Transport und Einbau auf der Baustelle sowie der Abriss verursacht sehr, sehr viel CO2 Emissionen – ganz zu schweigen von dem immensen Verbrauch von Ressourcen sowie dem riesigen Abfallaufkommen des Bausektors. In Zahlen bedeutet dies:

  • ca. 38% der weltweiten CO2 Emissionen stammen aus Gebäudesektor (Erstellung und Betrieb)
  • ca. 40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudesektor
  • ca. 53% des Abfallaufkommens in Deutschland entfallen auf den Gebäudesektor
  • allein 7% der weltweiten CO2 Emissionen entstehen bei der Herstellung von Zement

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Planungsausschuss die Zweite

Am Donnerstag den 10.06 sollte das Projekt im Planungsausschuss behandelt werden. Es ist kurzfristig wieder von der Tagesordnung genommen worden. Anscheinend bestand noch Beratungsbedarf in der Politik. Nun wird das Projekt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Planungsausschusses am 26.08.2021 behandelt.

Gespräch mit den Investoren

Wir hatten die Investoren um ein Gespräch vor dem Planungsausschuss im Juni gebeten. Dies sollte ein konstruktives und vor allem transparentes Gespräch sein. Auf unsere Anfrage haben wir zunächst keine Antwort erhalten. Mit dreiwöchiger Verspätung kam dann die Antwort, dass man erst nach der nächsten Sitzung des Planungsausschusses (Ende August) mit uns reden möchte. Es sollen also zunächst Tatsachen geschaffen werden, bevor man sich mit der Anwohnerschaft unterhält – also das Gegenteil eines konstruktiven und transparenten Dialogs und somit wieder einmal eine verpasste Chance.

Was wissen wir

Wir sind gefragt worden, an der Wettbewerbsjury zu einem Wettbewerb für den Bunker teilzunehmen. Es soll nun dort auf eine Wohnnutzung – warum auch immer – verzichtet werden und die unteren (unbelichteten) Geschoße für eine Quartiersnutzung geöffnet werden. Eine Büronutzung soll als „Planungsausschuss die Zweite“ weiterlesen

Schwammstadt

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Das Thema Schwammstadt anzusprechen, welches in der Projektentwicklung der Luisenhöfe noch gar keine Rolle spielt, fällt uns in diesen Tagen nicht leicht. Auf der anderen Seite ist aber auch genau jetzt der Zeitpunkt dafür. Bei der Frage wie man die Hochwasserkatastrophe hätte verhindern können, fällt neben vielen Ansätzen immer wieder die Aussage auf, dass wir aufhören müssen unsere Landschaft immer weiter zu versiegeln. Auch wenn die Täler der Ahr, Erft, Kyll etc. in ihren Oberläufen enge Täler sind, die solche Flutkatastrophen befördern – dem Wasser muss Raum zur Ausbreitung und zur Versickerung gegeben werden, um solche fürchterlichen Katastrophen zu verhindern oder zu mindestens abzumildern.

Versiegelungsgrad 50% +

Bei den Luisenhöfen sollen mehr als 50% des Projektgebietes versiegelt werden. Noch findet man einen sehr grünen Innenhof mit einem großen Anteil unversiegelter Fläche vor. Dies soll sich mit der z.Zt. geplanten Bebauung massiv ändern. Angesichts der Flutkatastrophe ist nicht nur in der Landschafts- sondern auch in der Stadtplanung ein massives Umdenken erforderlich. Wasser muss gespeichert werden und versickern können, um zu verhindern, dass es zu massiven Überflutungen kommt. Allen hier im Viertel ist noch die Überflutung des unteren Boxgrabens am 29.04.2018 in Erinnerung. „Schwammstadt“ weiterlesen

Petition der A4F

A4F

Als BI Luisenhöfe stimmen wir mit den Statements der architects for future überein und unterstützen die eingereichte Petition im Bundestag. Es ist erstaunlich wie stark die übergeordneten Forderungen der A4F unseren konkreten Forderungen für das Projekt nahe kommen. Bei den Luisenhöfen könnte man die Forderungen der #Bauwende ganz konkret umsetzen oder wie jetzt gern gesagt wird – ein #Reallabor initiieren.

Wir müssen hier und jetzt starten die #Bauwende einzuleiten.

Damit sich der deutsche Bundestag bzw. der zuständige Ausschuß mit dern Petition der A4F befasst, muss ein Quorum von 50.000 Unterzeichnern erreicht werden. Die Frist zur Unterzeichnung läuft am 08.01.2021 ab. Unterzeichnen könnt Ihr hier:

„Petition der A4F“ weiterlesen

Vereinsgründung | Ratsanfrage | Frühjahrsputz

Gründung des Vereins OeViAc e.V.

Teilnehmer der BI Luisenhöfe haben den gemeinnützigen Verein Ökologische Vielfalt Aachen gegründet. Der Vereinszweck ist die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege insbesondere für das Areal der Luisenhöfe als Vorbild für eine grüne und nachhaltige Stadtentwicklung in Aachen und darüber hinaus.

Der Vereinszweck deckt sich mit den zentralen Forderungen der BI Luisenhöfe zu einer nachhaltigen Quartiersentwicklung und kann „Vereinsgründung | Ratsanfrage | Frühjahrsputz“ weiterlesen

Luisenhöfe – Klimanotstand – Demo 14.11.2019

Das Projekt Luisenhöfe ist das erste Großprojekt, bei dem die Stadt Aachen Farbe bekennen muss, wie sie mit dem erklärten Klimanotstand umgehen will. Unsere Forderungen zu dem Projekt decken sich in beinah allen Bereichen mit den Zielen einer sozialen, ökologischen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Diese Chance sollte nicht verpasst werden.

Am 14.11.2019 wird das Projekt Luisenhöfe im Planungsausschuss behandelt. Deshalb möchten wir zu einer Demo vor Beginn der Sitzung aufrufen. Diese findet am kommenden Donnerstag ab

16:30 vor dem Verwaltungsgebäude am Marschiertor

statt.

Wir würden uns über eine zahlreiche und bunte Unterstützung freuen.

„Luisenhöfe – Klimanotstand – Demo 14.11.2019“ weiterlesen

Antwort OB – Stellungnahme BI

Stadtbiotop Boxpark

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Philipp,

vielen Dank für Ihre umgehende Antwort (siehe unten).

Zu Ihrer Antwort möchten wir folgt Stellung nehmen. Ihre Antwort nimmt inhaltlich nicht Stellung zu den von uns vorgebrachten Aspekten des Klimaschutzes. Vielmehr wird auf eine Gesamtbilanz im Zusammenhang mit Flächenverbrauch und den damit zusammenhängenden Pendlerverkehren verwiesen.

BI Luisenhöfe

Wie Sie sicher verfolgt haben, haben wir uns bisher als eine konstruktive BI aufgestellt, welche die geplante Bebauung nicht verhindern will, sondern die im Block vorhandenen Qualitäten, welche durchaus wichtig für das Viertel und die ganze Stadt sind, in der Bebauung berücksichtigt wissen will.

Autofreies Quartier

Wenn wir Ihrer Argumentation folgen, bieten wir mit unserem Vorschlag ein komplett autofreies Quartier zu entwickeln, einen sehr konkreten Vorschlag an, um motorisierte individuelle Pendlerverkehre zu vermeiden. Die Lage des Quartiers in der Stadt ist hierfür geradezu idealtypisch. Die Stadt hat bereits in „Antwort OB – Stellungnahme BI“ weiterlesen

Offener Brief an OB

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Philipp,

Ihr Statement zur Ausrufung des Klimanotstands – „Es wird sich eine Menge ändern, und das wird schmerzhaft sein.“ widerspricht der Kritik von Herrn Jansen (BUND) bzgl. der „reinen“ Symbolik des Ausrufens des Klimanotstandes.

Die Bürgerinitiative Luisenhöfe möchte aus diesem Grund hiermit nochmals eindringlich die Berücksichtigung ihrer Eingabe bzgl. Flächennutzungsplan, die eine erneute Abwägung zwischen den Belangen Klima/Natur/Wohnraumbedarf beinhaltet, fordern.

Klimarelevante Flächen

Es ist nicht vermittelbar, dass in Zeiten des Klimanotstands die wenigen teilweise sogar als klimarelevant ausgewiesenen noch existierenden innerstädtischen Grünflachen (Karte S. 35), die Jahrzehnte lang weitgehend naturbelassen wurden, im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens nach § 13a umgewidmet werden.

Diese Grünflachen tragen mit einem großen Bestand an alten Bäumen, der bestehenden Fassadenbegrünung und der offenen Grasfläche mit „Offener Brief an OB“ weiterlesen

Flächennutzungsplan

Flächennutzungsplan

Mit der Offenlegung des Entwurfs des Flächennutzungsplans (FNP) wird deutlich, was sich durch das Bebauungsprojekt Luisenhöfe schon lange angedeutet hat. Die über 5 Jahrzehnte von der Stadt Aachen präferierte Grünfläche in unserem Blockinneren ist verschwunden. Im Zuge des Klimawandels ist es mehr denn je erforderlich genau solche Flächen zu erhalten besser gesagt zu stärken.

Eingaben

Aus diesem Grund ist wichtig, dass im z.Zt. stattfindenden Beteiligungsverfahren durch die Bürger Eingaben gemacht werden. Allein die Tatsache, dass der über Jahrzehnte bekräftigte Wille der Stadt aus dem Blockinnenbereich eine Grünfläche zu machen, einfach durch das Projekt der Investoren vom Tisch gewischt worden, ist schon höchst verwunderlich. Aber die Folgen – gerade im Lichte der Erklärung des Klimanotstandes – für das Stadtklima durch das Projekt Luisenhöfe sind überhaupt nicht abschätzbar. Eingaben können noch bis zum 12.07.2019 hier gemacht werden.

Vergröberung der Nutzflächen

Im FNP ist festgelegt worden, dass eine `Entfeinerung` der Nutzflächen vorgenommen werden soll. Dies bedeutet, dass nur zusammenhängende Flächen über 5.000 m² im FNP ausgewiesen werden. Das Projektgebiet der Luisenhöfe selbst ist aber mehr als 12.000 m² groß. In den Untersuchungen und Beratungen zum FNP ist es überhaupt nicht betrachtet worden. Für den gesamten Block ist ohne vertiefende Untersuchungen die Flächenart ‚gemischte Baufläche‘ festgelegt worden. Der bisher als Grünfläche vorgesehene Bereich mit ca. 5.000 m² ist, wie erwähnt, einfach verschwunden.

Geschützter Blockinnenbereich

Noch im Entwurf zum FNP 2014 ist das Symbol geschützter Blockinnenbereich und die ausgewiesene Grünfläche zu finden. Auch das Symbol für den Blockinnenbereich ist nun verschwunden und der Flächenausweisung ‚gemischte Baufläche‘ untergeordnet worden. Unserer Kenntnis nach ist mit dem Symbol u.a. ausgewiesen worden, dass eine Bebauung in diesem Bereich nicht mehr als zwei Geschosse haben darf.

Baumfällungen

Anstatt über 30 geschützte Bäume zu fällen, sollte die vorhandene Wirkung für das Stadtklima potenziert werden. Ein Baum von 30 Jahren besitzt ca. 2000fach größere klimaaktive Oberfläche als eine Neupflanzung von einem 5-jährigen Baum. Es müssen also 25 Jahre vergehen, um wieder das gleiche CO² Aufnahmepotential durch eine Neupflanzung zu erreichen. „Flächennutzungsplan“ weiterlesen

520 Unterschriften

Unterschriftensammlung

Leider haben uns noch weitere 37 Unterschriften zu spät erreicht. Mit diesen Unterschriften haben 520 Unterzeichner sich für unser Anliegen ausgesprochen. Da die Onlinepetition abgeschlossen ist, sind diese Unterschriften leider nicht mehr über OpenPetition hochzuladen. Wir werden sie dennoch, trotz Überschreitung der Eingabefrist, an die Stadt übergeben.

Klimanotstand

Die Städte Konstanz, Kiel, Ludwigslust und Herford haben den Klimanotstand ausgerufen. Kleve soll im Juni folgen. Mit unserem Engagement verfolgen wir letztendlich Maßnahmen, welche helfen sollen Maßnahmen gegen den Klimawandel auf lokaler Ebene umzusetzen. Mit dem jetzt in Aufstellung begriffenen Bebauungsplan hat die Stadt Aachen ganz konkret ein Mittel in der Hand, um Klimaschutzmaßnahmen jetzt zu ergreifen sowie die Chance eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung zu initiieren. Unsere Vorschläge hierzu liegen auf dem Tisch. Wir sind weiterhin bereit für den Dialog und möchten unser Engagement zum Vorteil der Stadt und ihrer Einwohner einbringen.

Aufstellung des Bebauungsplans Luisenhöfe = Instrument gegen den Klimawandel