Lärmaktionsplan Stadt Aachen

Bisher haben wir uns als Initiative nicht zum Thema Lärmbelastungen in der Stadt, insbesondere hier im Block, geäußert. Wir leben in einer dichtbesiedelten Stadt und hier sind Lärmimmisionen unvermeidlich. Dennoch grenzt das Planungsgebiet an eine der meist befahrenen Straßen Aachens und bringt dementsprechend ehebliche Lärmbelastungen vor allem für die Anwohner des Boxgrabens mit sich.

Laute Vorderseite – ruhige Rückseite

Diese Lärmbelastungen konnten bisher immer durch den ruhigen Innenblock kompensiert werden. Dies hat sehr viel mit den Abständen zu der bestehenden Bebauung und vor allem mit dem Boxpark und der übrigen Grünfläche zu tun. Lärm fällt lange nicht so ins Gewicht, wenn ruhige Zonen direkt angrenzen oder zur Erholung schnell erreichbar sind. Diese Qualität muss mit der geplanten Bebauung nicht komplett verschwinden, aber dieser Aspekt ist bisher in der Planung nicht ausreichend behandelt worden bzw. im Vorfeld untersucht worden.

Bürgerbeteiligung Lärmaktionsplan

In der Stadt gibt es verschiedene Situationen, welche stark durch Lärm belastet sind. Hierzu gehört der Boxgraben. Aber auch die Lärmimmisionen der Bahn besonders durch den Güterverkehr nachts sind Lärmquellen in unmittelbarer Nähe des Projektgebietes. Um diese Lärmquellen zu bewerten und nach Möglichkeit zu bekämpfen hat die Stadt Aachen einen Lärmaktionsplan aufgestellt. Dieser Plan wird nun überarbeitet. Hierzu findet noch bis zum 05.01.2020 eine Bürgerbeteiligung statt. An dieser kann online teilgenommen werden. Sie ist über den unten stehenden link zu finden. Ebenso ist hier der Fragebogen in analoger Form zu finden. Dieser kann ausgedruckt, ausgefüllt und bei den Bezirksvertretungen abgegeben bzw. an die Stadt Aachen gesendet werden.

Flächen mit geringer Lärmbelastung

In dem Fragebogen wird explizit gefragt, ob sich gering belastete Flächen in 500m oder 5-10 Gehminuten Entfernung vom Wohnort befinden. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben die Belastung durch Lärm beleuchtet. Den Erkenntnissen hieraus trägt genau diese Frage Rechnung. Nicht nur aus Sicht der Biodiversität, der Artenvielfalt, der Entstehung von Kaltluft bei starken Hitzeereignissen, der Kompensation von Starkregen spielt der grüne Blockinnenbereich eine große Rolle. Auch zur Kompensation der sehr lauten Situation am Boxgraben leistet der Grünbereich im Block einen sehr großen Beitrag. Letztendlich trägt die ruhige Innenseite zu einer geringeren gesundheitlichen Belastung der Anwohner des Blocks bei.

Bürgerbeteiligung

Um diesen Aspekt in die weitere Planung und Diskussion einzubringen ist es sinnvoll an der Bürgerbeteiligung teilzunehmen. Die Qualität, welche dieser Innenbereich hat, muss auch in Bezug auf die angrenzenden Lärmquellen noch deutlich mehr beachtet werden. Im gültigen integrierten Lärmaktionsplan für die Stadt Aachen vom 2012 ist bereits der Blockinnenbereich als Stadtoase benannt worden (Seite 56). Als BI haben wir deshalb folgende Vorschläge zum Ausfüllen des Formulars formuliert….

Als ruhig empfundene Zone höchstens 500m oder 5-10 Gehminuten entfernt:

Der Blockinnenbereich Boxgraben/Südstrasse/Reumontstrasse/Mariabrunnstr.

Verbesserungsvorschläge:

Erhalt der im gültigen FNP angegebenen Grünfläche (auch als Gebiet mit besonderer Klimafunktion) im Blockinnenbereich Boxgraben/Südstrasse/Reumontstrasse/Mariabrunnstr.
Reduktion des Autoverkehr auf dem Boxgraben

Diese können übernommen werden. Jeder sollte aber natürlich ebenso seine eigenen Eindrücke, Positionen und Verbesserungsvorschläge äußern.

https://serviceportal.aachen.de/suche/-/egov-bis-search/service/1050501

 

 

Runder Tisch Klimanotstand bei FFF 29.11.2019

Unsere BI hat sich intensiv in den „Runden Tischs Klimanotstand Aachen“ (RT) eingebracht. Der RT ist eine Aachener Bürgerinitiative. In ihr arbeiten Mitglieder nahezu aller im Bereich Klima- und Umweltschutz tätigen Verbände und Gruppen sowie engagierte Einzelpersonen zusammen. Die BI hat sich insbesondere mit den Maßnahmen zum Themenbereich Bauen, Wohnen und Stadtgrün auseinandergesetzt.

Aktionstag FFF am 29.11.2019

Am morgigen Aktionstag von fridays for future beteiligt der RT mit einem Infostand. Aus diesem Grund veröffentlichen wir hier die Presseerklärung des Runden Tischs Klimanotstand Aachen:

Pressemitteilung vom 28.11.2019 

Wir laden ein zum Kennenlernen am 29.11.2019 von 12-18 Uhr am Elisenbrunnen in Aachen im Rahmen des Fridays For Future- Aktionstages.

Am gleichen Tag geht auch unsere Website online:

www.runder-tisch-klimanotstand-ac.de

Über unsere Initiative

Am 19.6.2019 wurde in Aachen der Klimanotstand ausgerufen

Damit bekannte sich der Rat der Stadt dazu, ab sofort das Eindämmen der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als kommunale Aufgabe von höchster Priorität anzusehen. Alle kommunalen Entscheidungen sollen nunmehr auf ihre Klimawirksamkeit überprüft werden.

Damit es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt, haben Aktive aus Umweltorganisationen, Klimaverbänden, Aktionsgruppen sowie engagierte Bürger/innen als „Runder Tisch Klimanotstand Aachen“ seit Sommer einen

Forderungskatalog

zu den Schwerpunktthemen

  • Energie
  • Verkehr
  • Bauen / Wohnen / Stadtgrün
  • Land- und Forstwirtschaft / Ernährung
  • Kreislaufwirtschaft / Recycling / Müll
  • Soziale Teilhabe

erarbeitet.

Dieser Forderungskatalog wurde dem Rat der Stadt Aachen

nach einer Kundgebung vor dem Rathaus am 18.09.2019 überreicht.

Der Katalog gilt als „Work-in-Progress“ und wird nach Erfordernissen weiter ausgearbeitet. Wir betrachten den Katalog als Instrument sachkundiger BürgerInnen, Initiativen und Vereine zur Anregung und Unterstützung für politische Entscheidungen und Verwaltungshandeln in Aachen.

Jede/r engagierte Bürger/in ist zur Mitarbeit herzlich eingeladen!

Unterstützt durch ihren Fachverstand und ihr Engagement haben Aachener BürgerInnen aus zahlreichen Gruppierungen wie das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie  (AAA), Aachener Baumschutzbund, Aachen Unverpackt, ADFC Aachen, BENG e.V., Bischöfliche Akademie Aachen, BUND Aachen e.V., Bürgerinitiative Luisenhöfe, Cradle to Cradle Aachen, Eine Welt Forum Aachen, Ende Gelände Aachen, Energybirds, Evangelische Erwachsenenbildung, Fridays for future Aachen, Energiegewinner, Essbares Aachen, Extinction Rebellion, FH Aachen, Fossil Free Aachen, Hambi Support Aachen, MISEREOR, NABU Aachen e.V., PAN Plattform Aachener NachhaltigkeitRadentscheid Aachen, Regionale Resilienz Aachen e.V., RWTH Aachen, Scientists for Future Aachen, Slow food, Solarenergie-Förderverein Deutschland, terre des hommes Aachen, Tiny Houses Aachen e.V., Wandelwerk, Welthaus Aachen, Wind e.V.

Luisenhöfe – Klimanotstand – Demo 14.11.2019

Das Projekt Luisenhöfe ist das erste Großprojekt, bei dem die Stadt Aachen Farbe bekennen muss, wie sie mit dem erklärten Klimanotstand umgehen will. Unsere Forderungen zu dem Projekt decken sich in beinah allen Bereichen mit den Zielen einer sozialen, ökologischen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Diese Chance sollte nicht verpasst werden.

Am 14.11.2019 wird das Projekt Luisenhöfe im Planungsausschuss behandelt. Deshalb möchten wir zu einer Demo vor Beginn der Sitzung aufrufen. Diese findet am kommenden Donnerstag ab

16:30 vor dem Verwaltungsgebäude am Marschiertor

statt.

Wir würden uns über eine zahlreiche und bunte Unterstützung freuen.

 

Um noch einmal deutlich zu machen, wie groß die Übereinstimmung der unserer Forderungen zu dem Projekt in Bezug auf eine nachhaltige Stadtentwicklung ist, hier eine Auflistung der verschiedenen Themen:

Natur- und direkter Klimaschutz

  • Es werden im einem innerstädtischen Bereich 34 Bäume gefällt, welche der Baumschutzsatzung unterliegen. Diese können zum größten Teil noch nicht einmal auf dem Gelände selbst ausgeglichen werden – geschweige denn, dass sie mit Bäumen ersetzt werden, welche die gleiche ‚CO2 Leistung‘ besitzen.
  • Die Blockinnenfläche ist im Klimafolgen-Anpassungskonzept, welches als Gutachten Grundlage für die Erstellung des neuen Flächennutzungsplan (FNP*2030) ist, als klimarelevante Fläche (Seite 5) ausgewiesen worden. Diese Flächen sind laut Gutachten nicht zu überbauen.
  • Im gültigen FNP ist die Fläche als Grünfläche ausgewiesen – im Entwurf des FNP*2030 ist diese Grünfläche verschwunden.
  • Mit Boxpark ist analog zum Schwedenpark eine verwilderte innerstädtische Fläche vorhanden, welche der Nukleus für die große Artenvielfalt hier im Block ist.
  • Die Verwaltung der Stadt Aachen hat bereits mehrmals vorgeschlagen, den Boxpark an den Investor zu verkaufen. Hierzu soll es Auflagen geben, aber es liegt sicher nicht im Interesse des Investors eine verwilderte Fläche brach liegen zu lassen.
  • Der Boxpark ist im Sommer ein ganz beachtlicher Kaltluftspender.
  • Wie sich die neue Bebauung auf die Kaltluftströme in die Innenstadt auswirkt, ist bisher überhaupt nicht untersucht worden.
  • Wie sich der neue Versiegelungsgrad im Zuge von Starkregenereignissen verhält, ist völlig offen. Einige wissen vielleicht, dass beim letzten Starkregenereignis der Netto am Boxgraben vollgelaufen ist und 3 Monate saniert werden musste.

Mobilität und CO2 Äquivalent

  • Das Projekt hat die herausragende Chance als wirklich autofreies Projekt entwickelt zu werden.
  • Zwei Bahnhöfe in direkter Nähe, mehrere Buslinien sowie Innenstadt, Uni und FH in Fuß- und Radabstand.
  • Dennoch soll das Parkhaus des Luisenhospitals erweitert und eine Tiefgarage für ca. 150 Autos gebaut werden.
  • Autos stehen 23 von 24 Std. am Tag rum – hierfür soll ein riesig großer Betonsarg in der Erde versenkt werden.
  • Bei der Herstellung von Zement fallen ca. 7% der weltweiten CO2 Emissionen an.
  • Mit dem Verzicht des Baus einer Tiefgarage sowie der Erweiterung des Parkhauses und damit verbunden einem autofreien Quartier können etwa 475 t CO2 Emissionen vermieden werden (die genauen Betonmassen der Tiefgarage sind noch nicht zu ermitteln, deshalb ist dies nur eine grobe Schätzung).
  • Mit einer nachhaltigen Bauweise kann sicher noch viel mehr CO2 eingespart werden.
  • Das hochpreisige Wohnen muss zurückgedrängt werden. Dies führt letztendlich auch zu weiteren CO2 Emissionen.
  • Für das Kaldegelände sollten alle Optionen offengehalten werden. Wohnen und Arbeiten soll miteinander verbunden werden.
  • Damit ist eine Stadt der kurzen Wege möglich.
Diese Auflistung ist sicher noch nicht abschließend. Deshalb würden wir uns über eine zahlreiche und bunte Unterstützung am kommenden Donnerstag freuen.

Rundgang mit Caren Lay MdB

Rundgang für Kommunalpolitik

Mehrmals haben wir die Kommunalpolitik – u.a. beim interfraktionellen Gespräch am 06.11.2018 – eingeladen, sich das Projektgebiet vor Ort anzuschauen. Dies bietet im Rahmen der Abwägung nach § 1 Absatz 5 und insbesondere gemäß Absatz 6 Satz 7 BauGB Gelegenheit die Situation vor Ort einzuschätzen. Zuletzt bestand die Möglichkeit bei unserer Informationsveranstaltung für die Anwohner am 14.09.2019 an Führungen über das Gelände teilzunehmen.

Die Linke ist auf unser Angebot im Zusammenhang mit dem Besuch der Miet-, Wohnungs- und Baupolitischen Sprecherin sowie stellv. Fraktionsvorsitzenden im Bundestag – Caren Lay – zurückgekommen. Frau Lay hat sich über eine Stunde Zeit genommen und sich ausführlich über die komplexen Zusammenhänge informiert.

Rundgang über das Gelände

Beim Blick vom Parkhaus ist Ihr sofort und allen Teilnehmern des Rundgangs nochmals sehr deutlich geworden, dass eine sehr dichte Bebauung realisiert werden soll. Auch wenn der Blockinnenbereich weitläufig erscheint, die Erweiterung des Parkhauses, dann die Abfolge von zwei parallelen Riegeln vor der Bebauung Südstrasse – diese Dichte ist über einen Plan nicht zu erfassen.

Gerade den fachfremden Ausschuss- und Ratsmitgliedern erschließt sich die anvisierte Dichte der Bebauung über einen Plan nicht. Hier fehlt die dritte Dimension. Verschleiert wird die anvisierte Dichte im Plan zusätzlich, durch die „Rundgang mit Caren Lay MdB“ weiterlesen

Einheitsbuddeln

Tag der deutschen Einheit

Am 03.10.2019 ist zum Tag der Deutschen Einheit eine große Baumpflanzaktion ins Leben gerufen worden. Die Aktion ist mit den Worten

Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost bis West. Für das Klima. Und für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft.

beworben worden.

Boxpark

Im Boxpark haben dies einige Bürger wörtlich genommen. Es sind mehrere Bäume zum sog. Einheitsbuddeln gepflanzt worden. Der Boxpark ist durch das Projekt Luisenhöfe stark gefährdet. Gemäß der jetzigen Planung wird im westlichen Bereich ein Streifen mindestens 15 m Breite dem Projekt zum Opfer fallen, da hier eine Tiefgarage geplant ist. Auch in diesem Bereich stehen Bäume, welche unter die Baumschutzsatzung der Stadt Aachen fallen. Diese waren aber nicht Teil der Ausschreibungsunterlagen für den durchgeführten Wettbewerb aufgeführt. Weiterhin wird die Baugrube der südlich angrenzenden geplanten Bebauung weit in den Boxpark einschneiden und viel der vorhandenen Vegetation zerstören. Die Auswirkungen der Baustelle auf die vorhandene Biodiversität im Boxpark und die angrenzenden Bereiche sind bisher nicht abschätzbar. Ebenso ist nicht absehbar, welchen Einfluß die fünfgeschossige angrenzende neue Bebauung haben wird. Diese steht im Süden des Boxparks.

Analogie zum Schwedenpark

Der Boxpark besitzt in seiner jetzigen Form sehr große Parallelen zum Schwedenpark. Das Stadtbiotop Schwedenpark ist durch das Ökologie-Zentrum Aachen e.V. und viele weiteren Mitstreitern mit sehr großem „Einheitsbuddeln“ weiterlesen

Forschungsstudie zu den Luisenhöfen

Im Rahmen des RWTH UROP-Forschungsprogramms ist eine Studie zur Partizipation der Anwohner bei dem Projekt Luisenhöfen erstellt worden. Die Studie analysiert sehr scharf den Prozeß der Bürgerbeteiligung. Die Studie greift die grosse Diskussion um den Mangel an Wohnraum auf und stellt dieser Diskussion

die Thematik eines nachhaltigen Stadtlebens in Zeiten des Klimawandels und großer Transformationen

gegenüber. Anhand des Beteiligungsverfahrens bei den Luisenhöfen wird aufgezeigt, welche Chancen und Probleme bei partizipativen Verfahren entstehen können. Deutlich ist herausgearbeitet worden, dass im bisherigen Prozess viele Möglichkeiten vertan worden sind.

Bürgerbeteiligung bei den Luisenhöfen Aachen: Eine Perspektive der resilienten Stadtplanung und -entwicklung

 

Anwohnerinfo – Wohnen ist mehr als ein Investment!

Anwohnerinformation

Am 14.09.2019 hat unsere Anwohnerinfo im Durchgang zum Spielplatz in der Südstrasse stattgefunden. Zwischen 50-70 Anwohner*innen sind vorbeigekommen und haben sich im Lauf des Nachmittags über den Stand der Dinge informiert.

Es haben viele anregende Gespräche stattgefunden. Außerdem haben Führungen rund um das Projektgebiet stattgefunden.

Sehr häufig ist gefragt worden, was man denn unternehmen kann, um noch Einfluss auf den Prozess zu nehmen. Wir haben hierzu erläutert, dass z.Zt. die Vorbereitung zur formalen Bürgerbeteiligung laufen. Diese war ursprünglich für den September geplant. Im weiteren Prozess wird sich zeigen, wie ernsthaft die zahlreichen Eingaben und die zentrale Eingabe samt 520 Unterschriften aus der vorgezogenen Bürgerbeteiligung in die Planungen aufgenommen worden ist.

Sollten an der ursprünglichen Planung nur unzureichende Änderungen vorgenommen worden sein, wird nur noch massiver Protest helfen.

Angesichts des ausgerufenen Klimanotstands in Aachen ist es nicht weiter möglich, die ausgetretenen und letztendlich klimaschädlichen Pfade der Investoren beizubehalten. Wohnen, Stadtplanung, Partizipation sowie eine klima- und ressourcenschonende Bauweise sind mehr als ein Invest. Hier einen anderen Weg einzuschlagen und mit den Luisenhöfen ein Pilotprojekt für die Stadt Aachen zu starten, ist mehr als notwendig.

 

Wir haben uns auch sehr gefreut, dass Recht auf Stadt und architects4future an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Aufstellung des Bebauungsplans Luisenhöfe = Instrument im Klimanotstand

Aufruf zur Demo Klimanotstand

Runder Tisch Klimanotstand

Als BI Luisenhöfe haben wir uns intensiv in den runden Tisch Klimanotstand eingebracht. Hier haben wir unser Wissen und die Erfahrungen aus dem bisherigen Prozess Luisenhöfe in die Arbeitsgruppe Bauen, Wohnen und Stadtgrün eingebracht. In verschiedenen Gruppen ist ein Katalog zur Umsetzung von Maßnahmen im Klimanotstand erarbeitet worden, der dem Stadtrat übergeben werden soll.

Folgenden Aufruf unterstützen wir hiermit:

Am kommenden Mittwoch, 18.09.19, findet von 16-17 Uhr eine Kundgebung vom „Runden Tisch Klimanotstand Aachen“ zum Thema „Klimanotstand anpacken“ vor dem Rathaus statt (Hintergrundinfos ganz unten). Danach wird der Forderungskatalog des Runden Tisches mit verschiedenen Sofortmaßnahmen symbolisch in der öffentlichen Bürgerfragestunde dem Stadtrat überreicht.

Um zu zeigen, dass es viele Verbände, Vereine und Gruppierungen sowie viele Einzelpersonen gibt, denen das Thema am Herzen liegt (und diese zum Teil auch beim Runden Tisch aktiv mitarbeiten), wäre es toll, wenn so viele von euch wie möglich kommen würden.

Ansonsten freuen wir uns über jeden/jede der/die kommt. Bringt eure Banner bzw. auch gern individuell gestaltete Schilder mit, damit wir möglichst viel Aufmerksamkeit erregen! Die Presse wird anwesend sein.

Viele Grüße und hoffentlich bis Mittwoch, Elisa Ehret vom Runden Tisch Klimanotstand Aachen

Hintergrundinformation:

Der Rat der Stadt Aachen hat vor 3 Monaten den Klimanotstand ausgerufen.

Nun wird es höchste Zeit aktiv zu werden und endlich zu handeln. Der Runde Tisch Klimanotstand Aachen hat in den letzten Monaten Forderungen erarbeitet, durch deren Umsetzung die Stadt Aachen dazu beitragen kann, die Klimakrise zu bekämpfen. Mit der Kundgebung soll nun darauf hingewiesen werden, dass die Stadt so schnell wie möglich ein entsprechendes Konzept erarbeiten und umsetzen muss. Anschließend werden die Forderungen des Runden Tisches symbolisch dem Stadtrat überreicht.

Wohnen ist mehr als ein Investment!

Am 14.09.2019 findet eine Infoveranstaltung von 14.00 – 17.00 für die Anwohner und alle Interessierten im Durchgang Südstraße 38-42 zum Spielplatz im Innenblock statt. Wir werden dort mit einem Infostand stehen und den aktuellen Stand der Planungen sowie unsere Sicht zur Entwicklung des Quartiers erläutern. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir hierzu viele Rückmeldungen aus dem Viertel erhalten würden, um auf diese Weise zu nochmals zu überprüfen, ob wir mit unseren Vorschlägen und Forderungen (s.u.) die Interessen der Anwohner repräsentieren.

Um einen besseren Eindruck von dem geplanten Projekt zu vermitteln, sind ab 14:00 jede halbe Stunde Führungen rund um das Projektgebiet geplant. Hier werden wir an bestimmten Punkten die Konsequenzen erläutern, die die Bebauung in Ihrer bisher geplanten Form mit sich bringen würde.

Luisenhöfe – was ist das für ein Projekt?

Zwei Aachener Investoren haben große Teile des Blockinneren zwischen dem Boxgraben, der Mariabrunnstraße, der Reumontstraße und der Südstraße gekauft, die sie mit Unterstützung des Luisenhospitals vollständig bebauen wollen. So etwas wird dann, ganz dem städtebaulichen Trend nach aufgehübscht mit „Höfe“ etikettiert.

Bürgerinitiative Luisenhöfe

Dieses Vorhaben konstruktiv zu begleiten, haben wir uns als interessierte Anwohner*innen in einer Bürgerinitiative zusammengefunden. Wir wollen das Projekt nicht verhindern, sondern positiv begleiten und unsere
Vorstellungen und unser Fachwissen in den Prozess einbringen.

Interessen der Investoren

  • hohe Rendite – effektives Investment
  • hohe Bebauungsdichte – Dichte auf Kosten bestehender
    Grünflächen (möglichst hoch bauen, möglichst viele teure
    Wohnungen bauen)
  • Abriss erhaltenswerter Bebauung im Innenblock
  • Erweiterung des bereits vorhandenen und schon jetzt zu
    großen Parkhauses am Luisenhospital

    Interessen des Luisenhospitals

  • möglichst viele und günstige Park- bzw. Stellplätze für
    Besucher*innen und Beschäftigte

    Interessen der Stadt

  • zügig innerstädtischen Wohnraum schaffen
  • keine eigenen Finanzmittel einsetzen
  • vorhabenbezogene Bebauungspläne zügig umsetzen
  • Hindernisse zugunsten von Investoren beseitigen
  • Investment vor Klima und Naturschutz

Interessen der Bürgerinitiative

  • maßvolle Bebauung
  • mehr sozialer Wohnungsbau und bezahlbarer Wohnraum
  • Erhalt und Nutzung der vorhandenen Gebäude der ehemaligen Fabrik Kalde, Mischung von Arbeit & Wohnen
  • Innovatives Verkehrskonzept (kein zusätzlicher Autoverkehr)
  • Grünflächen erhalten und kein Verkauf des Boxparks durch die Stadt an Investoren
  • Identität und Strukturen des Quartiers erhalten
  • Stadtklima beachten (Kaltluftentstehungsgebiet erhalten, Biodiversität schützen, …)

UNTERSTÜTZT VON RECHT AUF STADT AACHEN

Antwort OB – Stellungnahme BI

Stadtbiotop Boxpark

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Philipp,

vielen Dank für Ihre umgehende Antwort (siehe unten).

Zu Ihrer Antwort möchten wir folgt Stellung nehmen. Ihre Antwort nimmt inhaltlich nicht Stellung zu den von uns vorgebrachten Aspekten des Klimaschutzes. Vielmehr wird auf eine Gesamtbilanz im Zusammenhang mit Flächenverbrauch und den damit zusammenhängenden Pendlerverkehren verwiesen.

BI Luisenhöfe

Wie Sie sicher verfolgt haben, haben wir uns bisher als eine konstruktive BI aufgestellt, welche die geplante Bebauung nicht verhindern will, sondern die im Block vorhandenen Qualitäten, welche durchaus wichtig für das Viertel und die ganze Stadt sind, in der Bebauung berücksichtigt wissen will.

Autofreies Quartier

Wenn wir Ihrer Argumentation folgen, bieten wir mit unserem Vorschlag ein komplett autofreies Quartier zu entwickeln, einen sehr konkreten Vorschlag an, um motorisierte individuelle Pendlerverkehre zu vermeiden. Die Lage des Quartiers in der Stadt ist hierfür geradezu idealtypisch. Die Stadt hat bereits in „Antwort OB – Stellungnahme BI“ weiterlesen